Montag, 19. Oktober 2015

Tara Haigh - Weit hinterm Horizont

Tara Haigh - 
Weit hinterm Horizont




Angaben zum Buch:
Titel: Weit hinterm Horizont
Autor: Tara Haigh
ISBN: 978-3-8025-9768-8
Erschienen am: 03.09.2015
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Bremerhaven, 1891: Die junge Kaufmannstochter Clara Elkart träumt seit jeher davon, eines Tages die Zuckerrohrplantage ihres Onkels auf Hawaii zu besuchen. Doch ihr Vater hat andere Pläne. Als er sie mit einem preußischen Offizier verheiraten will, flieht Clara aus ihrem Elternhaus und nimmt die strapaziöse Reise nach Hawaii auf sich. Bei ihrer Ankunft in Honolulu erfährt sie jedoch, dass ihr Onkel vor Kurzem gestorben und sie seine Alleinerbin ist. Mithilfe des faszinierenden Hawaiianers Komo gelingt es ihr, die Plantage zu neuer Blüte zu führen. Doch das Inselkönigreich droht an politischen Konflikten zu zerbrechen, und bald schon gerät Clara zwischen die Fronten eines lange schwelenden Konflikts, der sie alles kosten könnte, was sie sich am anderen Ende der Welt aufgebaut hat …



Meine Meinung:

Zuerst ein paar Worte zum Cover. Ich bin wirklich begeistert von diesem wunderbaren Cover. Die Farben erinnern an frühe Fotografien und man kann sich richtig ins 19. Jahrhundert zurückversetzen. Und das Bild gibt einem einen guten Blick auf die wunderschöne, blühende Landschaft Hawaiis.
Nun aber zum Inhalt des Buches. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt. Ich war sofort von Clara gefesselt. Sie ist eine so wunderbare Figur. Ich hatte das Gefühl, sie wie eine gute Freundin auf ihrer Reise zu begleiten.
Claras Tante, bei der sie kurzzeitig unterkommt, ist eine tolle Frau. Sie unterstützt ihre Nichte und wünscht ihr alles Gute.
Ich war fast körperlich dabei, als Clara Höhen und Tiefen auf dem Weg nach Hawaii und schließlich dort in der Fremde erlebt. Ich habe mit ihr gelitten und mich mit ihr gefreut. Und ich werde sie jetzt wirklich vermissen.
Das Buch zeigt ein emanzipiertes Frauenbild, was wohl oftmals nur Wunschdenken in dieser Zeit war, aber sicher hat es die ein oder andere taffe Frau gegeben, die solch ein Leben damals geführt hat. Mir wurde auf jeden Fall wieder bewusst, dass meine Position in der Gesellschaft heutzutage nicht immer selbstverständlich war. Und dass wir es unter anderem solchen Frauen zu verdanken haben, heute über unser Leben selbst entscheiden zu dürfen.
Das Buch ist toll aufgebaut, der Spannungsbogen ist wirklich klasse gehalten und man hat an keiner Stelle das Gefühl, jetzt wird es langweilig. Einzig die Liebesszenen waren nicht ganz mein Geschmack, da mir teilweise die handelnden Personen nicht "nahe" genug waren. Doch da es sich dabei nur um meinen persönlichen Geschmack handelt, möchte ich dies nicht in die Wertung mit einbeziehen.

Mein Fazit:

Für mich ein durchweg gelungenes Buch über die deutschen und portugiesischen Einwanderer auf Hawaii. Es bringt nicht nur eine wunderbare fiktive Story mit, sondern vergisst dabei auch nicht den geschichtlichen Aspekt auch nicht. Absolut lesenswert und für jede/n Histo-Roman-Liebhaber/in genau das richtige Buch! Und für alle, die Bücher über starke Frauen lesen wollen!

Bewertung: 5 von 5 Sterne

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