Donnerstag, 7. Januar 2016

Scott McBain - Der Judasfluch

Scott McBain - Der Judasfluch







Angaben zum Buch:
Titel: Der Judasfluch
Autor: Scott McBain
ISBN: 978-3-4266-247-60
Erschienen: Januar 2004
Preis: nur noch antiquarisch zu erhalten
Verlag: Knaur Verlag

Klappentext:

Dreißig Silberlinge waren einst der Lohn des Judas für seinen Verrat an Jesus. Doch nur 27 Münzen liegen sicher verwahrt in den Gräbern der Päpste Petrus und Silvester. Die letzten drei sind verschollen. Sollte ein solcher Silberling im Vatikan in falsche Hände gelangen, so heißt es, wird die heilige römische Kirche fallen. Als der kalifornische Gerichtspsychiater Paul Stauffer bei einer Wette von einer flüchtigen Bekannten einen Kuss und eine Silbermünze empfängt, hält er das Ganze für ein amüsantes Gesellschaftsspiel. Doch dann gehen merkwürdige Veränderungen mit ihm vor ...


Quelle: Amazon


Meine Meinung:

Da ich bereits mehrere Bücher von Scott McBain gelesen habe, war nun wieder einmal eines von ihm an der Reihe. Bis jetzt war ich immer sehr begeistert und so bin ich voller Vorfreude an dieses Buch herangegangen. 
Zu Beginn wird wirklich Spannung aufgebaut. Der Prolog macht neugierig und man erfährt erstmal noch gar nicht wirklich um was es geht. Man lernt die Protagonisten kennen und kann teilweise wirklich mit ihnen mitfühlen. 
Im Laufe der Geschichte wird fragt man sich des Öfteren auf was der Autor genau hinaus will, bis schließlich immer absurdere Verlaufsstränge eingewoben werden. Durch diese Verstrickungen schwindet immer wieder die Spannung und man möchte das Buch lieber weglegen. Die Pseudo-Übersinnlichkeit, die immer wieder beschrieben wird, wirkt fehl am Platz und oft eher lächerlich.
Die Kapitel im Vatikan reißen die Geschichte immer wieder raus aus der Lächerlichkeit und haben dafür gesorgt, dass ich weitergelesen habe. Wären diese Kapitel nicht gewesen, hätte ich wohl schon vorab aufgegeben.
Leider kann ich persönlich nur sehr wenig mit Astralebenen, Visionen und Schwingungen anfangen, sodass ich mehr und mehr den Bezug zur Geschichten verloren habe und für mich die Spannung komplett verschwand. Die Beschreibungen der Handlung waren teilweise widersprüchlich, sodass ich mich oft gefragt habe, ob der Autor überhaupt noch wusste, was er zu Beginn geschrieben hat. Die Erzählungen wirken teilweise sehr hölzern und konstruiert.
Mir sind die Personen leider nicht echt genug gewesen. Zu Beginn hat man noch mit ihnen gefühlt, doch als es dann zur Sache ging, war dieses Gefühl einfach weg. Egal, ob die Figuren gelitten, gestritten oder geliebt haben, ich hatte nicht das Gefühl bei ihnen zu sein.
Die geschichtlichen Eckpunkte sind wiederum sehr gut recherchiert und haben mich wirklich bei der Stange gehalten. Gerade die Geschichte um Simon Magus, die ich so noch nicht kannte, war wirklich interessant zu lesen.


Mein Fazit:

Am Ende waren mir einfach zu viele Endzeit-Prüfungen und klischeehafte Situationen eingeflochten. Ich denke, hier hat der Autor sich einfach überschätzt. Die Idee ist wirklich klasse, aber am Ende hat die Phantasie nicht ausgereicht, um sie wirklich richtig umsetzen zu können. Von Scott McBain bin ich durchaus Besseres gewohnt.



Bewertung:  2 von 5 Sterne

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