Freitag, 26. Februar 2016

Eine Warnung für die Generation "Social-Media"

Matthias Borngrebe - PQ







Angaben zum eBook:
Titel: PQ
Autor: Matthias Borngrebe
ISBN: 978-3-7380-543-30
Erschienen: Januar 2016
Preis: 3,99 EUR


Klappentext:

Carolin Niemeyer – glückliche Ehefrau und Mutter, gesellschaftlich engagiert, einflussreich und darum nicht umsonst die Hamburgerin mit dem höchsten PQ – wird in ihrem Garten erstochen. PQ – so heißt die App, mit deren Hilfe sich der eigene Persönlichkeitsquotient berechnen lässt. Als Kombination aus Selbstoptimierungstool und sozialem Netzwerk ermittelt PQ, welchen Stellenwert eine Person innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Wer ein umweltbewusstes, gesundes, rücksichtsvolles Leben führt und Gutes tut, verfügt über einen hohen Persönlichkeitsquotienten – alle anderen sollten dringend an sich arbeiten. So stellen die Macher von PQ sich das vor, ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern. Trotz einiger Skandale kann niemand den Erfolg von PQ aufhalten – bis Carolin Niemeyer ermordet wird, um sie als „PQ-Betrügerin“ zu entlarven ...



Quelle: Amazon


Meine Meinung:

Da das Cover nicht wirklich vorhanden ist, lasse ich dies also außen vor.
Im Prolog wird man mitten in die Handlung hineingeworfen. Er baut Spannung auf und man möchte unbedingt wissen, wie es zu dieser Reaktion kam.
Johanna ist die Hauptfigur im Buch. Ihr Leben wird gezeigt und wie es sich durch PQ verändert in nur wenigen Monaten. Ihre Familie und Freunde werden dem Leser näher gebracht und man merkt schnell, dass Johanna versucht bei anderen gut anzukommen mit ihren Taten. Erschreckend ist, wie sie sich von anderen beeinflussen lässt.

Ich persönlich hatte mit den Charakteren so meine Probleme, weil alle auf ihren Vorteil bedacht sind, auf die ein oder andere Weise. Niemand ist dabei, der mir persönlich auch nur ansatzweise sympathisch vorkam. Dieser Umstand macht die Geschichte aber nur noch erschreckender und man hofft inständig, dass es im wahren Leben nicht bald auch soweit sein wird. Wenn man da an so manche unterirdischen Unterhaltungen auf gewissen sozialen Netzwerken denkt, könnte man fast glauben, dass wir nicht mehr weit von dieser Geschichte weg sind.

Zeitsprünge und viele Auslassungspunkte haben meinen Lesefluss etwas gehemmt. Hier und da haben die Dialoge kleine Längen.
Sprachlich darf gerne noch ein bisschen am Text gearbeitet werden. Ein gutes Lektorat ist auch für Selfpublisher sinnvoll.
Trotzdem hatte ich viel Freude an der Geschichte und kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch durchaus als Warnung angesehen werden kann. Auf das es keinesfalls so werden darf wie hier beschrieben.

Mein Fazit:

Eine Warnung für alle, die sich zu sehr in diese Social-Media-Welt hineinbegeben und den Weg zurück nicht finden können. Ein wirklich gutes Buch, wenn auch mit ein paar sprachlichen Schwächen, aber vom Thema absolut empfehlenswert!



Bewertung:  4 von 5 Sternen

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