Freitag, 18. März 2016

Netter Abschluss der Faustus-Trilogie!

Kai Meyer - Die Engelskrieger








Angaben zum eBook:
Titel: Die Engelskrieger
Autor: Kai Meyer
ISBN: 978-3-98150-015-8
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Preis: 4,99 EUR
Verlag: MiMe books



Klappentext:
Doktor Faustus, vortrefflichster aller Astrologen, Chiromanten, Aeromanten, Geomanten, Pyromanten und Hydromanten, nennt sich selbst den “Quellbrunn der Nekromanten”, den Zweiten unter den Magiern. Begleitet wird er von seinem geschwätzigen Adlatus Wagner und der gefallenen Engelskriegerin Angelina. Gemeinsam ziehen sie gen Rom, um das Rätsel der verschwundenen Kinder zu lösen, zu denen auch Angelina gehört.
In der heiligen Stadt entsteht aus den Ruinen der Konstantinsbasilika der Petersdom, ein enormes Bauvorhaben, das jeden Tag viele Menschenleben fordert. Dort stoßen Wagner und Angelina auf die letzten Engelskrieger, die über den nächtlichen Bauplatz wachen. Unterdessen erfährt Faustus, dass nicht nur sein totgeglaubter Widersacher Asendorf noch am Leben ist, sondern auch der verhasste Borgia-Papst Alexander dem Teufel von der Schippe gesprungen sein soll.





Meine Meinung:
Ein sehr dunkel gestaltetes Cover lässt viel Spannung erahnen. Stimmungs- und geheimnisvoll kommt es daher.
Ich bin ja bereits seit dem ersten Band großer Fan vom ICH-Erzähler Wagner. Auch bei diesem Band wird man als Leser nicht enttäuscht und bekommt das (wie Kai Meyer ihn nennt) Schandmaul Wagner geboten. 
Zu Beginn gibt es einen kleinen Rückblick, damit Leser, die die ersten beiden Bände nicht gelesen haben, in diesen trotzdem gut hineinfinden.
Nun sind sie also endlich in Rom angelangt, wo Angelina vieles aus ihrer Kindheit wiedersieht und sie natürlich so manches Abenteuer überstehen müssen.
Leider hat dieses Buch immer wieder kleine Längen. Man fragt sich oft, wann denn endlich etwas Spannendes geschieht, da sich vieles wiederholt und nicht überraschend wirkt. Es plätschert gemächlich dahin und liest sich einfach so weg. Und dann kommt der Schluss, der noch einmal Fahrt aufnimmt und wirklich spannend endet.


Mein Fazit:
Nicht so gut, wie die ersten beiden Teile (wobei der erste Teil, in meinem Augen der beste war), dennoch durchaus lesenswert und ein guter Abschluss der Trilogie.


Bewertung:  3 von 5 Sternen

Sonntag, 13. März 2016

Die Muschelprinzessin und ihre goldene Muschel!

Christine Jaeggi - Das Geheimnis der Muschelprinzessin







Angaben zum eBook:
Titel: Das Geheimnis der Muschelprinzessin
Autor: Christine Jaeggi
ISBN: 978-3-95818-085-7
Erscheinungsdatum: 14. März 2016
Preis: 3,99 EUR
Verlag: Forever by Ullstein



Klappentext:
Die 27-jährige Nora ist am Ende: Sie hat kein Geld, keine Wohnung und auch keine Freunde mehr. Als sie dann noch ihren Job verliert, bricht sie auf der Straße zusammen. Und findet sich in den Armen von Estelle Le Bloch wieder. Die ältere Dame macht ihr überraschend ein Angebot: Nora soll als Empfangsdame in einem Zürcher Luxushotel neu beginnen. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis plötzlich der Hotelbesitzer, Estelles Mann, ermordet aufgefunden wird. Der Grund für das Verbrechen soll angeblich eine goldene Muschel aus der Römerzeit sein. Gemeinsam mit dem charismatischen Journalisten David Preston beginnt Nora eher unfreiwillig zu ermitteln und kommt dabei einem alten Familiengeheimnis der Le Blochs auf die Spur. Während Nora herauszufinden versucht, was vor vielen Jahren in der Bretagne wirklich geschah, holen sie die düsteren Ereignisse aus ihrer eigenen Vergangenheit wieder ein …





Meine Meinung:
Was ein wunderschönes Cover. Es lädt direkt zum Träumen ein und bringt die Stimmung des Buches gut zur Geltung. Da wünscht man sich glatt ans Meer in die Bretagne.
Zu Beginn bleibt es etwas spannend. Man weiß nicht so richtig, was es mit der Muschelprinzessin auf sich hat. Es werden immer wieder Charaktere vorgestellt, die alle irgendwie mit der Muschelprinzessin in Verbindung stehen.
Nora, die bis jetzt nicht sehr viel in ihrem Leben geschafft hat, darf nun in einem 5-Sterne-Hotel am Empfang arbeiten und ist sehr glücklich darüber. Doch ihre Anstellung steht unter keinem guten Stern. 
Nora will auf eigene Faust den Mord an ihrem Chef aufklären und stolpert oft von einem Ereignis zum nächsten. Man hat beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass Nora ihr Mundwerk nicht im Zaum halten kann und viel zu oft Dinge ausplaudert, die vielleicht besser nicht gesagt werden sollten. Nur dann, wenn es darauf ankommt, schweigt sie. Was sie für mich im Laufe des Buches immer unsympathischer erschienen ließ.
Einige Charaktere kann man bis zum Schluss nicht wirklich einschätzen, was die ganze Geschichte wirklich spannend macht. Man rätselt mit und glaubt den Mörder bereits enttarnt zu haben, doch dann wird man eines Besseren belehrt und alles auf Null gesetzt. Solche Rate-Momente mag ich in Romanen sehr gerne.
Zwischendrin hat es zwar kleine Längen, die aber nicht weiter stören. Es plätschert dort einfach nett vor sich hin, bevor dann der nächste Spannungsbogen den Leser wieder mitreißt.
Allerdings wird für meinen Geschmack am Anfang zu oft abgebrochen, bevor die Geschichte der Muschelprinzessin erzählt wird und auch der Leser erfährt, worum es eigentlich geht. Aber das mag durchaus Geschmacksache sein.
So manche Redewendungen oder Verhaltensmuster wiederholen sich in diesem Roman (z.B. dass man ständig liest was Personen am liebsten getan hätten, es aber dann doch nicht tun). Trotzdem wird es immer wieder spannend bis zum Schluss.


Mein Fazit:
Eine spannende Erzählung rund um die Muschelprinzessin und die goldene Muschel. Auch wenn hier und da kleine Längen zu finden sind, macht diese Geschichte Freude und man träumt sich ans Meer. Ein wunderbarer Unterhaltungsroman für einen kuscheligen Nachmittag auf dem Sofa!


Bewertung:  4 von 5 Sternen