Mittwoch, 6. April 2016

Der Tote im Gänseteich

Sabine Ibing - Der Tote im Gänseteich







Angaben zum Buch:
Titel: Der Tote im Gänseteich
Autor: Sabine Ibing
ISBN: 978-3-033-05489-9
Erschienen: Februar 2016
Preis: 3,99 EUR (für das E-Book)


Klappentext:

Im Gänseteich des Biobauernhofs liegt ein Toter, Habbo, der eigentlich jedem auf dem Hof im Weg stand. Mias Neffe gerät unter Verdacht und die ehemalige Journalistin beginnt zu recherchieren. Leo, ihr Lebenspartner, ein frühpensionierter Gerichtsmediziner, steht ihr zur Seite. Ein Schweinebauer gerät in das Visier der beiden. Und sie stoßen auf Amedy, den syrischen Flüchtling. Bodenseeconnection, Schleusermafia, die Suche weitet sich aus ...



Quelle: Amazon


Meine Meinung:

Der Krimi wird aus der wechselnden Sicht von Mia und Leo, jeweils in der ICH-Perspektive erzählt. Man lernt die Figuren kennen und erfährt einiges aus ihrem Leben, was wirklich gut dargestellt wird. Auch die Namen Mia Drachenfels und Leopold Falkenstein fand ich sehr gelungen.

Die Geschichte plätschert über fast 200 Seiten nett geschrieben dahin, leider fehlt aber die Spannung bis dahin. Diese kommt auf den letzten Metern tatsächlich noch einmal auf und man will dann auch wissen, wie alles ausgeht. Aber bis man an diesen Punkt kommt, dauert es sehr lange. 

Beim Lesen kamen mir immer wieder Fragen in den Sinn und kleine Ungereimtheiten haben mich über die Story stolpern lassen. Der teilweise Bericht erstattende Erzählstil war mir als Leser oft nicht spannend genug.

Die Idee ist wirklich gut, allerdings hat es einfach nicht ganz mit der Umsetzung gepasst. Es waren zu viele aktuelle Themen im Krimi verarbeitet, die für sich wirklich wichtig und spannend sind, aber alles zusammengenommen war einfach zu viel des Guten. Der rote Faden war weg und kam erst ganz am Ende wieder. Schade! 
Weite Strecken des Buches las es sich, wie ein Erfahrungsbericht von einem Flüchtling und weniger, wie ein "Bodenseekrimi". Ich habe den Bodensee vermisst, denn nichts war wirklich individuell. Man hätte die Geschichte auch anderenorts spielen lassen können. Es wäre nicht weiter aufgefallen.

Es gab ein paar Probleme mit dem Tempus, allerdings ist das mit Rückblick im Rückblick im Rückblick auch nicht mehr so ganz einfach, hier noch die richtige Zeitform zu wählen. Mich als Leser haben diese Rückblicke leider oft verwirrt.
Und dann ist mir beim Satz noch etwas aufgefallen. Einige Kapitel haben ganze Seiten ohne Absätze. Solche Bleiwüsten sind leider nicht gerade leserfreundlich.


Mein Fazit:

Schade, ich hätte gerne mehr Sterne vergeben, aber mir war die Geschichte nicht rund genug, der rote Faden hat gefehlt und für einen Krimi war zu wenig Spannung zu finden. Außerdem waren inhaltliche und formale Fehler im Text, über die ich leider öfter gestolpert bin.



Bewertung:  2 von 5 Sternen

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