Montag, 13. Juni 2016

Die norddeutschen Holmes und Watson sind zurück!

Tilman Spreckelsen - Der Nordseespuk





Angaben zum Buch:
Titel: Der Nordseespuk
Autor: Tilman Spreckelsen
ISBN: 978-3-596-03441-3
Erscheinungsdatum: Mai 2016
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Fischer Verlag


Klappentext:
Die Stimmen der Toten rufen übers Meer – der zweite Nordseekrimi mit Dichter und Anwalt Theodor Storm und seinem Schreiber Peter Söt.
Husum, 1843: Nachts am Hafenbecken sieht Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, im Schlick einen goldenen Pokal aufglänzen. Als er Werkzeug holt, um ihn zu bergen, findet er keinen Kelch mehr – statt dessen liegt nun eine Leiche im Schlick. 
Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand ein Paradies auf Erden, einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?
Der zweite Fall für Theodor Storm und Peter Söt an der Nordseeküste: historisch präzise, düster spannend, nordisch klar.

Quelle: Fischer Verlag



Meine Meinung:
Das Cover lässt Dunkles erahnen. Vielleicht etwas übertrieben, aber durchaus stimmungsvoll.
Tilman Spreckelsen hat hier wieder einen netten Detektiv-Krimi im Stil von Sherlock Holmes geschrieben. Auch wenn Peter Söt hier der eigentliche Hauptcharakter ist und Theodor Storm eher blass daherkommt (wie schon in Band 1), macht der Krimi von Anfang an neugierig. Die Einschübe über die Geschichte der Antoinette de Bourignon waren für mich besonders interessant geschrieben und haben sich gut in die eigentliche Story hineingefunden.
Mit den Figuren hatte ich lange Zeit meine Probleme. Theodor Storm zu blass, Peter Söt unsympathisch, Constanze eher ein nettes Anhängsel von Storm, Anna, Katharina und Lena nerviges Beiwerk. Aber dann entwickelten sich viele der Charaktere weiter und sogar der unsympathische Söt, hat mich am Ende doch noch für sich gewinnen können.
Der rote Faden zieht sich gekonnt durch das Buch, die einzelnen Stränge lösen sich zum Schluss alle nach und nach, sodass kein loser Faden zurückbleibt.
So ganz nebenbei erfährt man mehr über die Spaltung der Insel Nordstrand während der großen Flut im 17. Jh. Solche kleinen Nebeninfos mag ich persönlich sehr gerne. Das zeigt mir, dass der Autor sich mit der Geschichte des Handlungsorts auseinandergesetzt hat.


Mein Fazit:
Auch wenn es hier und da kleine Längen gibt und der eigentliche Haupt-Protagonist eher blass daherkommt, macht dieser historische Krimi wirklich Freude. Er ist spannend und man erfährt mehr über die damaligen Bewohner von Husum und Nordstrand. Außerdem lernt man in diesem 2. Band Peter Söt, den heimlichen Hauptcharakter der Reihe, etwas besser kennen. Mir hat das Buch nette Lesestunden bereitet und ich kann es jedem Leser von historischen (Cosy-)Krimis durchaus empfehlen!


Bewertung:  4 von 5 Sternen

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