Sonntag, 27. November 2016

[Rezension] Helga Glaesener - Wespensommer

Helga Glaesener - Wespensommer
(ich habe das Buch gelesen, zu kaufen ist mittlerweile nur noch das eBook)



© List by Ullstein  https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/wespensommer-9783843704984.html


Angaben zum Buch:
Titel: Wespensommer
Autorin: Helga Glaesener
Erscheinungsdatum: Dezember 2007
Verlag: List by Ullstein



"Ich spotte nicht über die Liebe", sagte Rossi. "Die Göttin, die dieses Geschäft verwaltet, ist mir zu rachsüchtig."

Inhalt:
Florenz, 1780: Ein grausamer Mord, ein verschwundenes Kind und eine Ermittlerin wider Willen.

Weil sie den von der Familie ausgewählten Mann nicht heiraten will, wird die junge Florentinerin Cecilia Barghini nach Montecatini verbannt. Sie soll bei dem streitbaren Richter Enzo Rossi als Gouvernante arbeiten.Doch in dem scheinbar so verschlafenen Ort lauern Gefahren: Ein Mord geschieht, ein Kind verschwindet. Cecilia und Enzo müssen trotz aller Gegensätze zusammenarbeiten, wenn sie den Mörder rechtzeitig fassen wollen.



Autorin:
Helga Glaesener wurde in Niedersachsen geboren und studierte in Hannover Mathematik. 1990 begann die Mutter von fünf Kindern mit dem Schreiben historischer Romane, von denen gleich das Debüt, Die Safranhändlerin, zum Besteller avancierte. Sie lebt in Oldenburg.Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitet sie als Tutorin bei der Studiengemeinschaft Darmstadt, wo sie angehenden Autoren die Kniffe des Handwerks verrät. Seit 2010 lebt sie in Oldenburg. Weitere Informationen unter www.helga-glaesener.de 

Quelle: List Verlag



Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover mit einem Gefühl, als wäre man direkt in der Toskana.
Man lernt Cecilia kennen und ihre dominante Großmutter. Man schließt Cecilia sofort ins Herz und leidet gemeinsam mit ihr unter der Knute der Großmutter. Als sie dann zur Familie ihrer verstorbenen Cousine nach Montecatini kommt, läuft es auch nicht gerade einfacher für sie. Immer wieder gerät sie mit Enzo Rossi aneinander und das störrische Mädchen Dina, um dass sie sich kümmern soll, lässt sie auch verzweifeln. Sie will so schnell es geht von dort zurück in ihr geliebtes Florenz. Doch dann kommt alles anders als gedacht, denn eine übel zugerichtete Leiche wird entdeckt. Cecilia ist der stärkste Charakter im Buch und auch der einzig wirklich sympathische. Alle anderen schwimmen irgendwie mit.
Auf weiten Strecken ist das Buch wirklich spannend, allerdings haben mich die vielen italienischen Namen so verwirrt, dass ich mir teilweise nicht merken konnte um wen es da gerade eigentlich geht. An einigen Stellen, gerade im letzten Drittel des Buches, hat es kleine Längen, weil einfach keine neuen Informationen hinzukommen und man nur darauf wartet, dass der Eiertanz um die eigentliche Geschichte, endlich vorbei ist.
Mir ist leider bis zum Ende nicht ganz klar, was Enzos Vorgesetzter Lupori mit der ganzen Geschichte zu tun hat. Entweder war ich an diesen Stellen beim Lesen abgelenkt/müde oder man erfährt wirklich nur sehr wenig über die Beweggründe seines Verhaltens Enzo gegenüber. 


Mein Fazit:
Ein guter historischer Kriminalroman mit vielen schönen Ortsbeschreibungen, einer tollen Heldin und einem spannenden Fall. Allerdings mit zu vielen unbedeutenden Figuren und kleinen Längen am Ende. Trotzdem lesenswert und spannend.


Kleine Anmerkung am Schluss:


Pompadour = kleine Handtasche, wurde um 1800 Réticule genannt. Pompadour taucht erst im 19. Jh. in der Literatur auf. (somit hätte es hier im Buch wohl eher Réticule heißen müssen)


Bewertung:  3 von 5 Sternen

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