Samstag, 5. November 2016

[Rezension] Petra Kania - Johanna, alles hat seine Zeit ...

Petra Kania - Johanna, alles hat seine Zeit ... 
Eine Frau findet zu sich selbst




Angaben zum Buch:
Titel: Johanna, alles hat seine Zeit ...
Autorin: Petra Kania
ISBN: 978-3-96074-003-2
Erscheinungsdatum: Juni 2016
Preis: 13,30 EUR
Verlag: Herzsprung Verlag


Inhalt:
Johanna, seit vielen Jahren mit Martin verheiratet, führt nach außen hin eine intakte Ehe. Deshalb trifft es sie völlig unerwartet, als sie eines Tages bei einem Besuch in einer Buchhandlung Vera begegnet und sich Gefühle in ihr regen, die sie bis dahin nicht kannte.

Plötzlich wird Johannas ganzes bisheriges Leben infrage gestellt und sie verfällt in eine schwere Depression – sie kann ihre eigenen Gefühle einfach nicht einordnen. Noch nie hat sie sich zu einer Frau hingezogen gefühlt ...

Bevor Johanna zu sich selbst und zu ihrer Liebe zu Vera stehen kann, muss sie einen harten und beschwerlichen Weg gehen. Der führt jedoch letztendlich zu der Erkenntnis, dass sie, Johanna, nicht auf der Welt ist, um zu sein, wie andere sie gerne hätten ... und sie erkennt, dass alles seine Zeit hat.


Autorin:
Petra Kania wurde 1955 geboren und ist Diplom-Sozialpädagogin. Viele Jahre arbeitete sie als Lehrerin an einer Berufsschule für ErzieherInnen und KinderpflegerInnen.

Ihre großen Leidenschaften sind neben dem Schreiben das Lesen, Malen und Harfespielen, mit dem sie nach einer schweren Krankheit begann.

Heute ist sie Rentnerin und lebt mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Cockerspaniel in Mönchengladbach.




Meine Meinung:
Ich möchte mich als erstes bei der Autorin bedanken für dieses Leseexemplar. Ich war sehr gespannt auf dein Buch. Nun habe ich es gelesen und hier kommt meine Meinung dazu. 
Das Cover ist sehr schlicht gehalten und unterstreicht die Nachdenklichkeit, die hinter dem Buch steckt. Allerdings habe ich mir Johanna ganz anders vorgestellt, daher passt die Dame auf dem Cover für mich nicht ganz dazu, aber das macht ja nichts. Das ist ja bloß Geschmacksache. =)
Jetzt zum Inhalt. Die Figuren waren sehr gut ausgearbeitet. Für mich war Vera mit ihren Freunden Bernd und Henning die perfekte "Wohlfühlperson". Sie hat mir zu Beginn beim Lesen immer wieder ein positives Gefühl gegeben. Johanna war mir leider von der ersten Seite an unsympathisch und das hat sich auch nicht mehr geändert bis zum Schluss. Ich fand ihre Person einfach nervig und viel zu naiv in allem, was sie getan hat. Mir ist teilweise wirklich Wut im Bauch gewachsen, wenn sie sich wieder mal total kindisch und unreif verhalten hat. Martin ist natürlich der Widerling, ihm würde ich daher kein anderes Gefühl entlocken, aber von der Figur Johanna hatte ich mir für mich Positiveres erhofft. Immer wenn die Passagen sich um sie und ihre Freunde Jürgen und Eva drehten oder auch um die schrecklichen Schwiegereltern und Eltern, dann hatte ich beim Lesen einen Kloß im Hals. Das Buch hat mich regelrecht runtergezogen. Aber dann kam Vera als Gegenpol und alles war wieder gut. Das Ende war etwas zu schnell, aber vollkommen okay. Dass es in dem Buch auch um homosexuelle Paare geht, habe ich persönlich nur als Nebensache gelesen. Denn für mich ist das so normal, als würde es um ein heterosexuelles Paar gehen. Für mich standen die Beziehungsprobleme der einzelnen eher im Vordergrund. 


Mein Fazit:
Ein durchaus unterhaltsames Buch, wenn man sich nicht zu sehr von Gefühlen leiten lässt. Für mich gibt es einen Stern Abzug, da ich mit Johanna keine wirklich positiven Momente hatte. Aber das ist wohl genauso Geschmacksache, wie die Frau auf dem Cover.

Bewertung:  4 von 5 Sternen

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