Samstag, 7. Januar 2017

[Rezension] Nikola Huppertz - Mein Leben mal eben

Nikola Huppertz - Mein Leben mal eben


Mein Dankeschön geht an Vorablesen.de und Coppenrath für das Zurverfügungstellen dieses wunderbaren Buchs.






Angaben zum Buch:
Titel: Mein Leben mal eben
Autorin: Nikola Huppertz
ISBN: 978-3-6496-699-06
Erscheinungsdatum: Januar 2017
Preis: 12,99 EUR
Verlag: Coppenrath Verlag




"Es ist bestimmt nicht so, dass ich es WILL, aber ... nun ja. Ich steh total auf Metal."


Klappentext:
Anouk will ihr Leben ändern: Ab sofort wird sie NORMAL, hört Popmusik und spielt Computerspiele. Während sie darauf wartet, dass ihr Steinzeit-Laptop das blöde Game lädt, hämmert sie voller Wut und Witz ihre "Memoiren" in die Tastatur: Über MaMi und Matrix, ihre Mütter; über ihren Rocker-Vater; und über Lore, die neu in der Klasse ist. Außerdem soll Anouk einen Songtext für Moritz schreiben, der aber leider auch dieses Unnormal-Gen hat ...


Autorin:
Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Violine und Psychologie in Duisburg und Berlin. 2007 gewann sie den ersten Preis beim Literaturwettbewerb "Meine Nachbarn" der Bonner Buchmesse Migration mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman "Karla, Sengül und das Fenster zur Welt", der 2009 bei Thienemann/ Gabriel erschien. Mit ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie heute als freischaffende Autorin in Hannover.

Quelle: Amazon


Meine Meinung:
Beginnen wir mal mit dem Cover. Es ist wunderbar gestaltet. Viele Origami-Vögel und ein wunderbar bunter Vogel zum Abschluss, der zwar eine Feder verliert, dafür aber einen Kuli im Schnabel hält. Dieses Cover ist so aussagekräftig, wenn man das Buch gelesen hat. Es trifft komplett auf den "bunten Vogel" Anouk Vogelsang zu. Allein das ist schon wunderschön. Und dann hat es eine dezente Haptik, die man fühlen kann, wenn man über das Cover streicht. So etwas mag ich persönlich sehr gerne. Auch die Idee den Buchschnitt zu schützen und somit gleich ein integriertes Lesezeichen anzubieten, ist bei mir als Leser sehr gut angekommen.
Jetzt aber zum Inhalt des Buches. Nikola Huppertz hat eine spritzige, lockere und witzige Sprache gefunden, die nicht nur Jugendliche anspricht, sondern auch Junggebliebene beim Lesen erfrischt. Sie geht gekonnt mit der deutschen Sprache um und macht das Lesen wirklich zu einem Erlebnis. Und das nicht nur sprachlich, sondern auch visuell. Durch die verschiedenen Schriftarten hört man Anouk förmlich reden. Sie shoutet, sie jammert, sie lacht, sie flüstert. All das, ist mit den Mitteln eines Setzers im Text hervorgehoben. Eine recht neue Art, um den Text sprechen zu lassen. Es ist sicher nicht immer anwendbar, doch hier wirklich gelungen.
Die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen zu schreiben, lockert alles noch ein Stück mehr auf und lässt den Leser geheimen Mitwisser werden.
Die Figuren sind wunderbar ausgearbeitet. Man fühlt mit Anouk, glaubt ihr, was sie schreibt und hat Freude daran zu sehen, wie ein so ungewöhnliches Mädchen ihren Alltag meistert. Mit zwei Müttern und einem Samenspender, der eine Metalband hat, hat sie es oft nicht leicht als 13-jährige.


Mein Fazit:
Eine wirklich gelungene Geschichte mit jeder Menge Platz für Toleranz und moderner Familiengestaltung. Mir hat das Buch wirklich Freude bereitet und Anouk hat mich mitgenommen in ihre ganz eigene Welt. Ein glattes 5-Sterne-Buch!

Bewertung:  5 von 5 Sternen

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