Sonntag, 26. Februar 2017

[Gastrezension] Irmgard Keun - Kind aller Länder

Gastrezension von jenvo82


Irmgard Keun - Kind aller Länder





Angaben zum Buch:
Titel: Kind aller Länder
Autorin: Irmgard Keun
ISBN: 978-3-462-04897-1
Erscheinungsdatum: Februar 2016
Preis: 17,99 EUR
Verlag: Kiepenheuer & Witsch


„ Als ich fortgereist bin, habe ich mit ihm und meiner Mutter zusammen geweint. Wiedersehen kann man sich nicht. Man kann nur sterben und sich gegenseitig umschweben.“

Inhalt
Kully erzählt aus Sicht eines zehnjährigen Kindes aus ihrem täglichen Leben zwischen Geldnot, politischer Verfolgung und dem ständigen Auf und Ab durch ununterbrochenes Reisen. Ihr Vater, ein geächteter Künstler in der Heimat, ist gezwungen sich und seine kleine Familie irgendwie über Wasser zu halten, indem er Gönner sucht und Geld eintreibt, für Bücher, die er noch gar nicht geschrieben hat. Ihre Mutter bemüht sich um etwas Normalität im Alltag, agiert aber letztlich als Handlangerin ihres Mannes. So zieht es die drei rund um die Welt, mal alleine, mal gemeinsam sind sie auf der Suche nach einem stabilen Fundament für die Familie und führen doch ein Leben von der Hand in den Mund immer in Abhängigkeit anderer. Kully erkennt, dass Heimat dort ist, wo die Menschen leben, die man liebt, nicht festzumachen an einem Ort, nicht festzuhalten für die Ewigkeit.

Meinung
Die Autorin Irmgard Keun verarbeitet in ihrem 1938 erschienenen Buch „Kind aller Länder“ autobiografische Züge und liefert damit nicht nur ein Zeitzeugnis der damaligen Welt ab, sondern schildert sehr intensiv und umfassend das Leben im Exil aus Sicht eines Kindes. In einer teils sehr humorvollen, naiven Erzählweise webt sie die Geschichte von Kully und ihrem unsteten Elternhaus. Doch die Leichtigkeit der einzelnen Sätze lässt erahnen, wie schwer der Alltag doch gewesen sein muss. Besonders die ständigen Geldsorgen, die damit verbundenen Lügen und die vielen oberflächlichen Bekanntschaften ihrer Eltern, nur mit dem Aspekt, jemanden zu finden und zu halten, der der Familie wieder etwas leiht, überschatten die kindliche Unbeschwertheit.

Der Roman entwickelt einen ganz eigenen Charme, weil er einerseits noch immer sehr zeitlos ist und andererseits zeigt, wie wichtig geliebte Menschen für ein Kind sind und wie es gelingen kann, trotz aller Sorgen eine Art Familienfrieden zu erhalten. Denn Kully liebt ihre Eltern, liebt ihre Mutter, auch wenn sie viel weint und verzweifelt ist, liebt ihren Vater, auch wenn der übermäßig dem Alkohol zuspricht und viele Unwahrheiten verbreitet. Und wenn es nur die gemeinsame Zugfahrt von einem in ein anderes Land ist, es gibt sie dennoch, die Momente in denen die Hauptprotagonistin spürt, dass sie geliebt wird und Teil einer Gruppe ist, die besteht unabhängig vom Lauf der Welt.

Fazit
Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen interessanten, zeitlosen Roman der die Kindheit eines Menschen in das Zentrum der Erzählung stellt und damit auf sympathische Art und Weise Gesellschaftskritik übt aber vor allem ein Leben abbildet, welches man im Exil führt. Angesprochen hat mich hier nicht nur der Erzählton, sondern in erster Linie die Auseinandersetzung mit den Abhängigkeiten menschlicher Beziehungen, ihrer Brüchigkeit und Kurzlebigkeit einerseits und ihrer Dauerhaftigkeit andererseits, denn Irmgard Keun macht hier deutlich, wie weit Liebe reichen kann und was sie nicht vermag.

Bewertung:  4 von 5 Sternen

[Gastrezension] Sebastian Fitzek - Das Paket

Gastrezension von jenvo82


Sebastian Fitzek - Das Paket





Angaben zum Buch:
Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
ISBN: 978-3-426-19920-6
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Preis: 19,99 EUR
Verlag: Droemer Knaur


„Sie brach auf zu der gefährlichsten Etappe ihrer selbstzerstörerischen Reise, tief hinein in die Elendsviertel ihrer sinnlosen Existenz.“

Inhalt
Emma Stein hat bereits als Kind einen geheimen Freund in ihrem Schrank gehabt. Nachdem sie ihn Jahre später nach einer Therapie endlich losgeworden ist, beschließt sie selbst die Laufbahn als Psychiaterin anzustreben und genießt bald einen guten Ruf in ihrer Branche. Doch ihr Leben verwandelt sich in einen einzigen Alptraum, nachdem sie von einem Serienmörder, genannt „Der Friseur“ vergewaltigt und schwer traumatisiert wird. Doch diesmal hilft keine Therapie, denn Emmas Wahnvorstellungen reichen bald dramatisch in die Gegenwart hinein. Ein Paket, mit sehr persönlichem Inhalt bringt das Fass zum Überlaufen und lässt Emma zur Mörderin werden, doch niemand glaubt ihren Ausführungen, denn alles bleibt lückenhaft, nur derjenige, der ihr wirklich böses will, behält die junge Frau unermüdlich im Auge und wartet auf ein Zeichen.

Meinung
Als begeisterte Leserin von den spannenden, meist psychologisch angehauchten Thrillern aus der Feder des deutschen Erfolgsautors Sebastian Fitzek, war ich voller Erwartungen und wollte gerne „Das Paket“ entdecken, was schon so viele lobende Leserstimmen erhalten hat. Doch seltsamerweise fand ich weder die geschilderte Ausgangssituation, noch den Verlauf der Erzählung prickelnd, so dass mich bereits die ersten 100 Seiten an diesem neuen Fitzek zweifeln ließen. Der Schreibstil ist wie immer sehr bildlich, ständig steigende Lesespannung garantieren auch die Cliffhänger am Ende eines kurzen Kapitels und die plötzlichen Wendungen im Verlauf des Buches. Doch inhaltlich war es diesmal für mich ein Fehlgriff.

Sehr kennzeichnend für diesen Thriller ist eine vollkommen verängstigte Frau, die ununterbrochen zwischen Paranoia und Realität schwankt. Als Leser trifft man hier nicht nur einen schwierigen Charakter, sondern eine tief gestörte Persönlichkeit, die dennoch harmlos erscheint und der die Umstände im Leben einfach ein Schicksal auf erzwungen haben. Man kann auch die Rahmenbedingungen nachvollziehen und erarbeitet im Kopf ein eigenes Täterprofil, mit Mutmaßungen über Tathergang und Motiv. Auch dieser Schachzug ist gut umgesetzt, aber längst nicht so geschickt wie in vielen anderen Büchern des Autors.

Und trotz einer schlüssigen Auflösung des Falls bleibe ich sehr enttäuscht zurück, mir hat hier so viel gefehlt und anderes war mir schlicht und einfach zu viel. Besonders die Hauptprotagonistin hat mir die Geschichte vergällt, denn ich konnte mit ihr einfach keine Empathie empfinden, weder mit ihren Handlungen, noch ihren Erlebnissen, sie hat mich einfach nur genervt. Auch die Thematik der Traumatisierung, der langsamen psychischen Zerstörung eines Menschenlebens und möglicher Hilfestellungen von außen kam hier zu kurz.

Fazit
Ich vergebe wohlwollend 3 Lesesterne, die tatsächlich nur dem Schreibstil Fitzeks zu verdanken sind, den ich zugegeben echt genial finde und absolut einmalig. Der Inhalt des Thrillers schafft es mühsam auf 2 Sterne und die Hauptprotagonistin möchte ich am liebsten schnell wieder vergessen. Ich warte dann lieber auf ein neues Buch des Autors, dieses hier hake ich unter ferner liefen ab …



Bewertung:  3 von 5 Sternen

Donnerstag, 23. Februar 2017

[Rezension] Corina Bomann - Der Mondscheingarten

Corina Bomann - Der Mondscheingarten




Angaben zum Taschenbuch:
Titel: Der Mondscheingarten
Autorin: Corina Bomann
ISBN: 978-3-5482-8526-9
Erscheinungsdatum: April 2013
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Ullstein Verlag


"Eine geheimnisvolle Geige, ein rätselhafter Garten, eine Reise in die Vergangenheit."


Inhalt:
Antiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine ungewöhnliche alte Geige angeboten: Auf ihrer Unterseite ist eine Rose ins Holz gebrannt. Lilly ist fasziniert von dem alten Instrument und will das Rätsel der Rose unbedingt entschlüsseln. Sie sucht Hilfe bei dem charmanten Musikexperten Gabriel. Gemeinsam finden die beiden heraus, dass die Geige vor über hundert Jahren einer berühmten Violinistin gehörte, die damals plötzlich verschwand. Gebannt vom geheimnisvollen Schicksal der schönen Frau begibt Lilly sich auf deren Spuren, die sie nach Italien und schließlich nach Sumatra führen. Dort findet sie des Rätsels Lösung – das auch ihr eigenes Leben in seinen Grundfesten erschüttert…


Autorin:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen. 

Quelle: Ullstein



Meine Meinung:

Seit einiger Zeit sprießen geheimnisvolle Frauenromane mit Briefen aus der Vergangenheit nur so wie Pilze aus dem Boden. Wenn man kurz überlegt, fallen einem gleich ein Dutzend dieser Geschichten ein, von Katherine Webb, Rebecca Martin oder auch Kate Morton und vielen anderen Autorinnen. In der Regel sind sie kurzweilig, spannend und versüßen der Leserin einen tristen Nachmittag.
Corina Bomanns Romane gehören ebenfalls dazu, auch wenn "Der Mondscheingarten" eines der schwächeren Bücher ist, die sie geschrieben hat.
Durch verschiedene Zeitsprünge entstehen unterschiedliche Erzählstränge, was durchaus Spannung erzeugt. Teilweise enden die Kapitel aber sehr unvermittelt, sodass man sich erst wieder sammeln muss, um an anderer Stelle in die Story eintauchen zu können.

Diese Zeitsprünge gepaart mit zu wenig Hintergrundinformationen bremsen etwas das Lesevergnügen.



Schreibstil:
Corina Bomann erzählt in drei Zeitzonen die Geschichten von Rose Gallway, Helen Carter und Lilly Kaiser, die alle drei als außergewöhnliche Frauen in Erscheinung treten.
Durch diese Erzählstränge wird die Leserin immer wieder aus der aktuellen Geschichte gerissen. Leider erhält man oft nur oberflächliche Informationen zu einzelnen Ereignissen und Personen, sodass am Ende einige Fragen offen bleiben. Hier hätte die Autorin einzelne Punkte vertiefen müssen.

Obwohl ich Zeitsprünge als unterschiedliche Erzählstränge mag, hat diese Variante mich in "Der Mondscheingarten" nicht überzeugen können.


Charaktere:
Wie bereits erwähnt, sind die weiblichen Figuren durchweg als starke Frauenbilder gezeichnet. Die Männer sind rein schmückendes Beiwerk und Mittel zum Zweck. Mit keinem hat man Mitleid, freut man sich oder hegt Groll gegen ihn. Alle sind extrem blass gezeichnet und es fällt nicht ins Gewicht, wenn sie aus der Geschichte herausfallen. Leider merkt man ihr das auch an, denn die ganze Story driftet dann ins Nichts ab (meist, wenn ein Kapitel zu Ende ist und im nächsten ein Zeitsprung geschieht).


Mein Fazit:
Dieses Buch hat mich leider nicht überzeugen können. Nicht nur, dass ich immer wieder mal verzweifelt zurückgeblättert habe, weil ich das Gefühl hatte, etwas überlesen zu haben, was dann trotzdem nicht auftauchte. Ich habe mich auch gefragt, warum eigentlich nach außen der "Mondscheingarten" so hervorgehoben wurde, obwohl er in der Story für meinen Geschmack viel zu kurz kam. Schade, so kann ich dem Buch bloß 2 von 5 Punkten geben.


Bewertung:  2 von 5 Sternen

Freitag, 10. Februar 2017

[Neuzugänge] Danke an das Bloggerportal

Heute möchte ich mich für die beiden Neuzugänge beim Bloggerportal, bei Heyne und bei Random House Audio bedanken. Ich freue mich schon auf das kommende Lesewochenende.



[Gastrezension] Poznanski/Strobel - Fremd

Gastrezension von jenvo82


Ursula Poznanski und Arno Strobel - Fremd




Angaben zum Buch:
Titel: Fremd
Autoren: Ursula Poznanski und Arno Strobel
ISBN: 978-3-8052-5084-9
Erscheinungsdatum: Oktober 2015
Preis: 16,99 EUR
Verlag: Wunderlich by Rowohlt Verlag


„Es scheint schon so unendlich lange her zu sein, dass unsere Welt noch in Ordnung war. Wie selbstverständlich wir diesen Zustand immer hingenommen haben, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, es könnte einmal anders sein.“

Inhalt
Für Erik Thieben bricht von einem Moment auf den anderen sein gesamtes Glück auseinander, nachdem ihn seine Verlobte Joanna nicht mehr erkennt und ihn schlimmer noch als einen Einbrecher ansieht, der ihr gewiss nach dem Leben trachtet. Mühsam setzt er die Puzzleteile des letzten gemeinsamen Jahres für Joanna zusammen, doch ihre Abneigung treibt ihn an den Rand der Verzweiflung. Auch die verschwundenen Möbel aus der gemeinsamen Wohnung geben ihm Rätsel auf und als ihn sein Chef Gabor auch noch aus einem großen Deal ausschließen möchte, gerät Erik an seine Grenzen. Wer will sein Leben so nachhaltig zerstören und vor allem warum? Als er nur knapp einem Terroranschlag entkommt, beschließt er unterzutauchen und seinen vermeintlichen Tod vorzutäuschen. Doch seine Widersacher sind ihm dicht auf den Fersen und haben bald schon Joanna im Visier …

Meinung
Sowohl Ursula Poznanski, als auch Arno Strobel gehören zu meinen Lieblingsautoren, die mich mit ihren Büchern bereits oft und umfassend begeistern konnten, so dass ich mir von ihrer ersten schriftstellerischen Kooperation einiges versprochen habe. Tatsächlich ist ihnen mit „Fremd“ auch ein äußerst spannender, mitreißender Psychothriller gelungen, der gerade durch seinen Aufbau etwas Neues initiiert: Ein Mann, eine Frau und zwei gegensätzliche Perspektiven. Wem schenkt man Glauben? Wer lügt und aus welchem Grund? Oder gibt es da etwas, was man so noch gar nicht vermutet hat?

Doch was mich auf den ersten Seiten des Buches gereizt hat, verlor über die Länge der Geschichte etwas an Glanz. Besonders die Strukturierung ließ es nicht zu, zu viel über den Täter und seine Motive zu offenbaren. So dass ich nach gut zwei Dritteln der Geschichte immer noch nicht den blassesten Schimmer hatte, welche Motive hier vorliegen. Und das hat mich dann schon irgendwie genervt. Ebenso im Sand verlaufen ist die psychologische Komponente des Thrillers, der hier streckenweise ein echtes Beziehungsdrama war aber nicht mehr der erhoffte Nervenkitzel. Dennoch versteht sich das Duo ganz prächtig darauf eine erzählenswerte Geschichte zu entwerfen, die den Leser trotz mehrerer Kritikpunkte an den Text bindet und ihn zum Weiterlesen animiert.

Fazit
Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen Gemeinschaftsroman, den man auch als solchen erkennt. Man liest ihn als begeisterter Anhänger von Spannungsliteratur zwar gerne, er bleibt aber hinter anfänglichen Erwartungen zurück. Insbesondere die spärliche Auflösung der Ereignisse konnte mich nicht überzeugen, während der Lesefluss stets vorhanden war. Hier hätte ich definitiv schon ab der Hälfte des Buches eine dritte Erzählebene eingebaut, nämlich die des Täters, der seine Handlungen für den unbeteiligten Dritten offenbart. So blieb einiges ungesagt und wohl nicht sehr nah an der Realität. Dennoch ein lesenswerter Thriller, der sich sicher auch als Einsteigerroman ins Genre eignet, weil er weder grausam, noch blutig, noch abstrakt ist. Ganz im Gegenteil, man hofft inständig, dass einem selbst derartiges niemals widerfahren mag.


Bewertung:  4 von 5 Sternen

Mittwoch, 1. Februar 2017

[Neuzugänge] Januar 2017

Neuzugänge im Januar


Neues Jahr, neues Glück oder vielmehr neue Vorsätze! Einer davon ist es, endlich etwas regelmäßiger meine Neuzugänge vorzustellen. Und da heute schon der 1. Februar ist bedeutet das natürlich, ich erzähle euch, was es im Januar für mich Neues im Bücherregal gab.






Und hier stelle ich sie euch im einzelnen vor ...

[Rezension] Jeffrey Archer - Erbe und Schicksal - Die Clifton-Saga Band 3

Jeffrey Archer - Erbe und Schicksal


Mein Dankeschön geht an das Bloggerportal und Random House Audio für das Zurverfügungstellen dieses wunderbaren Hörbuchs.






Angaben zum Hörbuch:
Titel: Erbe und Schicksal
Autor: Jeffrey Archer
Sprecher: Erich Räuker
ISBN: 978-3-8371-3486-5
Erscheinungsdatum: September 2016
Preis: 14,99 EUR
Verlag: Random House Audio


Inhalt:
England 1945: Der Zweite Weltkrieg ist beendet. Harry Clifton, der sich aus den Hafendocks Bristols hochgearbeitet hat, und sein treuer Jugendfreund Giles Barrington, Sprößling der Schifffahrt-Dynastie Barrington, haben überlebt. Endlich hat Harry zu seiner großen Liebe gefunden, zu Giles' Schwester Emma Barrington. Doch ein langer Schatten droht auf die jungen Menschen zu fallen. In einer dramatischen Verhandlung obliegt es dem Haus der Lords festzulegen, wer das Vermögen der Barringtons rechtmäßig erben wird: Harry oder Giles. Harry weiß, dass die Entscheidung seine Verbindung mit Emma für immer zerstören könnte. Für die Familien Clifton und Barrington beginnt eine neue Epoche voller Intrigen und Verrat.

Erich Räuker entführt den Hörer mit seiner wunderbaren Stimme in die Welt der Clifton-Saga.

(2 mp3-CDs, Laufzeit: 11h 2)


Autor:
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos Die Clifton-Saga stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.


Sprecher:

Erich Räuker, geb. 1953 in Bückeburg, ist ein viel beschäftigter Sprecher für Funk, Film und Fernsehen. Er synchronisierte Eric Bana in Troja, Alec Baldwin in Nürnberg, Javier Bardem in Goyas Geister oder Richard Dean Anderson als Colonel O´Neill in Stargate. Einem großen Publikum ist er außerdem als die deutsche Stimme von Saul Berenson in Homeland oder Robert Crawley in Downton Abbey bekannt und in zahlreichen Hörspielen und Dokumentarfilmen zu hören. Seit 2008 betreibt Erich Räuker das weltenton - Studio im Süden Berlins und gründete 2011 den gleichnamigen, produzierenden Verlag mit Schwerpunkt Hörbücher und Musik.


Quelle: Random House Audio


Meine Meinung:
Noch immer wird sich um das Erbe der Barringtons gestritten und so scheint es, als ob alles entzwei bricht.
In diesem Band erfährt man viel über Sebastian, den Sohn von Harry und Emma. Man erlebt, wie er groß wird und versucht seinen eigenen Weg in der Welt zu finden.
Man erfährt, dass es gar nicht so einfach ist, ein Buch zu vermarkten und dass es oft Startschwierigkeiten gibt, bis es endlich läuft.
Leider sind die Figuren in diesem Band nicht ganz so stark gezeichnet und man merkt sich eher die negativ auftretenden als die positiven. Außerdem besteht dieser Band zumeist aus intrigantem Verhalten und politischem Machtgehabe. 
Leider für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten, sodass ich oft mit den Gedanken abgeschweift bin. Zum Ende hin wird es aber dann doch noch einmal richtig spannend.


Mein Fazit:
Mir haben die ersten beiden Bände etwas besser gefallen. Trotzdem ist dieser 3. Band hörenswert. Erich Räuker liest auch dieses Mal wieder sehr gut und ich bin neugierig auf Band 4! Da es aber nicht durchweg spannend war und mir eindeutig zu viele politische Abschnitte darin vorkamen, gibt es von mir 3 von 5 Sternen.


Bewertung:  3 von 5 Sternen