Donnerstag, 23. Februar 2017

[Rezension] Corina Bomann - Der Mondscheingarten

Corina Bomann - Der Mondscheingarten




Angaben zum Taschenbuch:
Titel: Der Mondscheingarten
Autorin: Corina Bomann
ISBN: 978-3-5482-8526-9
Erscheinungsdatum: April 2013
Preis: 9,99 EUR
Verlag: Ullstein Verlag


"Eine geheimnisvolle Geige, ein rätselhafter Garten, eine Reise in die Vergangenheit."


Inhalt:
Antiquitätenhändlerin Lilly bekommt eine ungewöhnliche alte Geige angeboten: Auf ihrer Unterseite ist eine Rose ins Holz gebrannt. Lilly ist fasziniert von dem alten Instrument und will das Rätsel der Rose unbedingt entschlüsseln. Sie sucht Hilfe bei dem charmanten Musikexperten Gabriel. Gemeinsam finden die beiden heraus, dass die Geige vor über hundert Jahren einer berühmten Violinistin gehörte, die damals plötzlich verschwand. Gebannt vom geheimnisvollen Schicksal der schönen Frau begibt Lilly sich auf deren Spuren, die sie nach Italien und schließlich nach Sumatra führen. Dort findet sie des Rätsels Lösung – das auch ihr eigenes Leben in seinen Grundfesten erschüttert…


Autorin:
Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen. 

Quelle: Ullstein



Meine Meinung:

Seit einiger Zeit sprießen geheimnisvolle Frauenromane mit Briefen aus der Vergangenheit nur so wie Pilze aus dem Boden. Wenn man kurz überlegt, fallen einem gleich ein Dutzend dieser Geschichten ein, von Katherine Webb, Rebecca Martin oder auch Kate Morton und vielen anderen Autorinnen. In der Regel sind sie kurzweilig, spannend und versüßen der Leserin einen tristen Nachmittag.
Corina Bomanns Romane gehören ebenfalls dazu, auch wenn "Der Mondscheingarten" eines der schwächeren Bücher ist, die sie geschrieben hat.
Durch verschiedene Zeitsprünge entstehen unterschiedliche Erzählstränge, was durchaus Spannung erzeugt. Teilweise enden die Kapitel aber sehr unvermittelt, sodass man sich erst wieder sammeln muss, um an anderer Stelle in die Story eintauchen zu können.

Diese Zeitsprünge gepaart mit zu wenig Hintergrundinformationen bremsen etwas das Lesevergnügen.



Schreibstil:
Corina Bomann erzählt in drei Zeitzonen die Geschichten von Rose Gallway, Helen Carter und Lilly Kaiser, die alle drei als außergewöhnliche Frauen in Erscheinung treten.
Durch diese Erzählstränge wird die Leserin immer wieder aus der aktuellen Geschichte gerissen. Leider erhält man oft nur oberflächliche Informationen zu einzelnen Ereignissen und Personen, sodass am Ende einige Fragen offen bleiben. Hier hätte die Autorin einzelne Punkte vertiefen müssen.

Obwohl ich Zeitsprünge als unterschiedliche Erzählstränge mag, hat diese Variante mich in "Der Mondscheingarten" nicht überzeugen können.


Charaktere:
Wie bereits erwähnt, sind die weiblichen Figuren durchweg als starke Frauenbilder gezeichnet. Die Männer sind rein schmückendes Beiwerk und Mittel zum Zweck. Mit keinem hat man Mitleid, freut man sich oder hegt Groll gegen ihn. Alle sind extrem blass gezeichnet und es fällt nicht ins Gewicht, wenn sie aus der Geschichte herausfallen. Leider merkt man ihr das auch an, denn die ganze Story driftet dann ins Nichts ab (meist, wenn ein Kapitel zu Ende ist und im nächsten ein Zeitsprung geschieht).


Mein Fazit:
Dieses Buch hat mich leider nicht überzeugen können. Nicht nur, dass ich immer wieder mal verzweifelt zurückgeblättert habe, weil ich das Gefühl hatte, etwas überlesen zu haben, was dann trotzdem nicht auftauchte. Ich habe mich auch gefragt, warum eigentlich nach außen der "Mondscheingarten" so hervorgehoben wurde, obwohl er in der Story für meinen Geschmack viel zu kurz kam. Schade, so kann ich dem Buch bloß 2 von 5 Punkten geben.


Bewertung:  2 von 5 Sternen

Kommentare:

  1. Find ich ehrlich und mutig, dass Du auch mal zwei Sterne vergibst .Das sieht man ja nicht so oft bei diesen romantischen Romanen. Dazu gibt es ja auch fünf Bewertungsstufen,,,...
    Liebe Grüsse
    Angela

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    1. Liebe Angela, danke Dir für Deine netten Worte. Mir fallen solche Rezensionen auch nie leicht, wenn ich mit dem Buch nicht im Reinen bin, aber ich finde, man sollte gerade als Buchblogger auch seine ehrliche Meinung dazu äußern, denn nur so, kann die Bewertung ernst gemeint sein. =) Und nur weil eines der Bücher von Corina Bomann nicht so gut war, heißt das ja nicht, dass alle schlecht sind. Außerdem ist es ja auch ein Stück weit Geschmacksache. Und so habe ich ein etwas weniger schlechtes Gewissen dabei. :-)

      Liebe Grüße
      Tamara

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  2. Hi,
    dass ist ja schade, ich wollte schon lange mal ein Buch von Corina Bomann lesen und dieses stand ganz oben auf meiner Liste! Irgendwie kam ich aber nie dazu, aber vielleicht ist es auch besser so ;(

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Jessi

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    1. Hallo Jessi,
      lass dich von meiner Rezension nicht beirren. Wenn du gerne ein Buch der Autorin lesen willst, dann mach das ruhig. Und vielleicht sind die anderen ja richtig toll. Werde auf jeden Fall demnächst noch mal ein Buch von ihr lesen und dann schauen, ob mir das besser gefällt. =)

      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende
      Tamara

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