Samstag, 17. Juni 2017

[Rezension] Andreas Föhr - Schwarzwasser

Andreas Föhr - Schwarzwasser


Mein Dankeschön geht an LovelyBooks und Argon Hörbuch Verlag für das Zurverfügungstellen dieses Hörbuchs.






Angaben zum Hörbuch:
Titel: Schwarzwasser
Autor: Andreas Föhr
Sprecher: Michael Schwarzmaier
ISBN: 978-3-8398-1530-4
Erscheinungsdatum: Juni 2017
Preis: 19,95 EUR
Verlag: Argon Hörbuch


"Ein Haus ohne Bibliothek ist wie ein Kuhstall."


Inhalt:
Polizeiobermeister Kreuthner will zum Faschingsball in der Mangfall-Mühle. Da er leider seinen Führerschein abgeben musste, lässt er sich, zusammen mit ein paar leicht bekleideten Damen in Glitzerkostümen, von Opa Manfred zum Faschingsball kutschieren. Doch Opa Manfred – im Kostüm des Gevatters Tod – ist nicht mehr der Jüngste und weder orientierungssicher noch wirklich fahrtauglich. Er kutschiert die Truppe in den Graben. Irgendwo in der oberbayerischen Pampa machen sich die wild verkleideten Gestalten auf die Suche nach Hilfe. In einem abgelegenen Haus öffnet ihnen schließlich eine Frau mit einem Messer in der Hand die Tür. Hinter ihr liegt die Leiche eines Mannes. Lara Evers steht unter Schock und weiß nicht mehr, was passiert ist. Auch sonst scheint niemand den Toten zu kennen …

(6 CDs, Laufzeit: ca. 7h)


Autor:
Andreas Föhr, Jahrgang 1958, gelernter Jurist, verfasst seit 1991 erfolgreich Drehbücher für das Fernsehen. Unter anderem schrieb er zusammen mit Thomas Letocha für SOKO 5113, Ein Fall für zwei und Der Bulle von Tölz. Mit seinen Wallner-Krimis war Föhr zuletzt monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste zu finden.


Sprecher:
Michael Schwarzmaier ist ein beliebter Fernseh- und Theaterschauspieler und ein vielbeschäftigter Hörbuchsprecher. Seine markante Stimme und sein Sinn für Komik und Spannung machen ihn zur idealen Besetzung für die Romane von Andreas Föhr.

Quelle: Argon Hörbuch


Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch/Hörbuch des Autors Andreas Föhr. Ich habe schon einiges von Freunden erzählt bekommen über seine Art des Kriminalromans und war einfach neugierig, ob er mir zusagen könnte.

Kommissar Wallner und Polizeiobermeister Kreuthner finden die Leiche eines alten Mannes. Klaus Wartberg. Doch was steckt hinter seinem Tod?

Die Story hat einige gute Wendungen, aber die Spannung leidet sehr unter den vielen Erklärungen zwischendurch.


Schreibstil/Vortragsweise:
Durch zwei verschiedene Zeitebenen (1996 + 2016) versucht der Autor die Spannung etwas zu steigern, was ihm leider meist nur kurz gelingt. Ab und zu verliert man zu Beginn den Überblick in welchem Jahr die Geschichte gerade spielt und wer wer ist. Das bessert sich aber im Laufe der Zeit, da man die Figuren kennenlernt und auseinander halten kann.

Der Sprecher Michael Schwarzmaier macht seine Sache wirklich gut. Er verleiht den Figuren Leben und lässt sie durch die Dialekte sehr authentisch wirken. Wirklich klasse!


Charaktere:
Die Figuren sind glaubhaft und gerade der kauzige Kreuthner wächst dem Hörer (Leser) ans Herz. Leider hat man aber das Gefühl nicht ganz zu wissen, wie Wallner und Kreuthner zueinander stehen, wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt.

Der Nebenstrang mit der familiären Situation von Wallner wirkt eher überflüssig und hätte getrost weggelassen werden können. Diese Geschichte hat bloß Seiten gefüllt und die Spannung herausgenommen. 

Mein Fazit:
Eine gut überlegte Idee mit Witz und Humor, die durch zu viele Erklärungen und Wallners persönliche Geschichte sehr an Spannung eingebüßt hat. Ein echter Pluspunkt ist der Sprecher, der die Figuren zum Leben erweckt.

Für mich hat es leider nur 3 von 5 Sternen verdient, da es zu viele Flauten für einen Kriminalroman gibt. 


Bewertung:  3 von 5 Sternen

Montag, 5. Juni 2017

[Rezension] Jeffrey Archer - Die Wege der Macht

Jeffrey Archer - Im Schatten unserer Wünsche


Mein Dankeschön geht an das Bloggerportal und Random House Audio für das Zurverfügungstellen dieses wunderbaren Hörbuchs.




Angaben zum Hörbuch:
Titel: Die Wege der Macht
Autor: Jeffrey Archer
Sprecher: Erich Räuker
ISBN: 978-3-8371-3757-6
Erscheinungsdatum: April 2017
Preis: 14,99 EUR
Verlag: Random House Audio


Inhalt:
Harry Clifton erfährt bei einem Besuch in New York, dass der mit ihm befreundete Schriftsteller Anatol Babakow in Sibirien gefangen gehalten wird. Harry will alles tun, um Babakow zu helfen – und bringt sich damit in tödliche Gefahr. Währenddessen schlägt für seine Frau Emma, die der Barrington Schifffahrtsgesellschaft vorsteht, die schwerste Stunde …

Erich Räukers tiefe Erzählerstimme lässt das Familien-Epos lebendig werden.

(2 MP3-CDs, Laufzeit: ca. 12h 17)


Autor:
Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos »Die Clifton-Saga« stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.


Sprecher:
Der gefragte Sprecher Erich Räuker synchronisiert u. a. Saul Berenson in der Serie Homeland oder Robert Crawley in Downton Abbey und ist die klangvolle Erzählerstimme der Clifton-Saga.

Ich sollte wohl auch darauf hinweisen, dass es sich um eine Fortsetzung handelt und die Rezension Spoiler enthalten kann, auch wenn ich mich bemühe sie außen vor zu lassen.

Quelle: Random House Audio


Meine Meinung:
Jeffrey Archer, der Meister des Cliffhangers. Mittlerweile, nach fünf Bänden, ist man es von Jeffrey Archer ja schon gewohnt. Und so hat er auch Band 5 mit einem spannenden und offenen Ende versehen, sodass man gar nicht anders kann, als ungeduldig auf Band sechs zu warten. 
Auch dieser Band beginnt wieder mit der Auflösung des letzten Cliffhangers und das ist wirklich spannend. Allerdings ist die Auflösung teilweise etwas zu fantastisch, denn Harry rettet durch seine "Intuition" vielen das Leben, was nicht gerade glaubwürdig daherkommt.
Der Mittelteil ist dieses Mal leider sehr schwach, da sich viele Geschehnisse wiederholen, die man bereits aus den ersten vier Bänden kennt. Da ich die Reihe als Hörbücher höre, wirken diese Stellen wie Flashbacks und ich höre nur noch mit halbem Ohr hin, da ich glaube die Story bereits zu kennen. Erst zum Ende hin schafft es Archer wieder einen Spannungsbogen aufzubauen.


Schreibstil/Vortragsweise:
Im gewohnten Stil, nach Personen und chronologisch aufgebaut, erzählt Archer von den Jahren 1964-1970. Allerdings nicht ganz so deutlich differenziert, als in den Vorgängerbänden.

Zu Erich Räuker sei bloß zu sagen: er macht seine Sache top.


Charaktere:
Die Hauptcharaktere werden wieder in den Fokus gesetzt. Allerdings mit wenig neuen Ideen. Vieles wiederholt sich und selbst die Gegenspieler sind nicht neu. Wo mir Lady Virginia in Band vier noch als Bösewicht gefallen hat, finde ich sie mittlerweile nur noch flach und langweilig, weil ihrer Figur die Würze fehlt.


Mein Fazit:
Da sich viele Situationen und Ereignisse so oder so ähnlich wiederholen, fehlt mir die rechte Spannung dahinter. Ich hatte das Gefühl, Jeffrey Archer wollte damit bloß Seiten schinden, um auf seine sieben Bände Gesamtumfang zu kommen.
Erst das Ende hat wieder etwas Spannung gebracht und Lust auf Band sechs gemacht.
Aus dem Grund gebe ich 3 von 5 Sternen, sonst hätte ich nur 2 gegeben.


Bewertung:  3 von 5 Sternen

Sonntag, 4. Juni 2017

[Rezension] Philip Sington - Das Einstein-Mädchen

Philip Sington - Das Einstein-Mädchen



Angaben zum Buch:
Titel: Das Einstein-Mädchen
Autorin: Philip Sington
ISBN: 978-3-423-21399-8
Erscheinungsdatum: Oktober 2012
Preis: 9,95 EUR
Verlag: dtv

"Ein Buch entsteht im Geist des Lesers, so wie die Melodie im Geist des Zuhörers entsteht."


Inhalt:
Welche Wahrheit ist gültig?

Berlin 1932. Eine junge Frau wird im Wald bei Caputh bewusstlos aufgefunden und in die Charité eingeliefert. Als sie aus dem Koma erwacht, kann sie sich an nichts erinnern, nicht einmal an ihren Namen. Bei ihr findet man nur einen Programmzettel von einem Vortrag Albert Einsteins. Martin Kirsch, der zuständige Psychiater, ist fasziniert von diesem ungewöhnlichen Fall – und von seiner Patientin. Wer ist diese Frau? Gibt es eine Verbindung zu Einstein? Seine Nachforschungen führen ihn nach Zürich und bis nach Serbien. Währenddessen ergreifen in Deutschland die Nazis die Macht ...


Autor:
Philip Sington studierte Geschichte in Cambridge und arbeitete als Journalist und Magazinherausgeber, Drehbuch- und Theaterautor. Er lebt mit seiner Familie in London.

Quelle: dtv Verlag

Meine Meinung:
Nach längerer Zeit habe ich mich mal wieder an einen Roman herangetraut, der in der NS-Zeit spielt. Leider konnte er mich nicht so recht überzeugen.
Das Thema ist bestürzend. Die Atmosphäre, die damals geherrscht haben musste, spürt der Leser förmlich. Die Bücherverbrennung, die Gewalt gegenüber Minderheiten.
In dieser Zeit ist Dr. Martin Kirsch, ein ehemaliger Chirurg, Arzt an der Berliner Charité auf der psychiatrischen Station. Der Leser wird Zeuge von Experimenten an Patienten und dem Erlass des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses".
Die Idee hinter dem Roman ist wirklich gut, doch leider hat er immer wieder Längen und plätschert ab ca. S. 250 nur noch so dahin.

Schreibstil:
Die Atmosphäre zu Beginn ist grandios. Der Leser ist gleich mittendrin und die Angst und Fassungslosigkeit ist spürbar. Doch leider hält diese Stimmung nicht an. Sie tritt ab der Mitte des Buchs sehr in den Hintergrund und die Spannung kommt leider auch nicht wieder.

Charaktere:
Kirsch ist die einzige wirklich glaubhafte Figur. Der Protagonist hat Tiefgang und man fühlt mit ihm. Leider sind die anderen eher oberflächlich und der Leser wird nicht warm mit ihnen. Gerade über Einstein erfährt man eher wenig (wenn von ihm gesprochen wird, dann zumeist über seine Forschungen). Die eigentlichen Zusammenhänge von Einstein und seiner Familie habe ich mir bei Wikipedia erschlossen. Danach war vieles verständlicher.

Mein Fazit:
Die Idee ist wirklich toll, die Umsetzung hat leider nicht geklappt. Teilweise zu viele Infos über die Forschungsgebiete Einsteins, die das Buch langatmig machen und die Spannung nehmen.

Und dann muss ich sagen, gab es im Buch extrem viele Rechtschreibfehler. Über die stolpert man beim Lesen leider oft.

Der Autor hätte aus der Story einfach mehr machen können. Von mir gibt es 2 von 5 Sternen, weil mir die Spannung komplett gefehlt hat.


Bewertung:  2 von 5 Sternen

Donnerstag, 1. Juni 2017

[Neuzugänge] Mai 2017

Pablo, Bücher und lecker Zitronenwässerchen

Wie die Zeit vergeht. Jetzt ist schon Juni und draußen ist es so herrlich, dass ich eigentlich gar nicht in der Bude sitzen mag, um zu zeigen, was es letzten Monat in mein Bücherregal geschafft hat. Aber da ich mich momentan ja sowieso schon viel zu wenig melde, gibt es hier ein kurzes Lebenszeichen von mir und Pablo ...


... der gemütlich in seinem Körbchen liegt und den Schatten gerade wirklich sehr zu schätzen weiß.

Hier sind also meine Neuzugänge für diesen Monat:


Ich habe mir von Gabriella Engelmann "Inselzauber" gegönnt. Einfach mal wieder was Leichtes für die warmen Sommertage. Und von meiner Schwiegergroßmutter in spe habe ich Ian McEwan "Erste Liebe - Letzte Riten" und Rainer M. Schröder "Abby Lynn - Verraten und verfolgt" erhalten. Ich bin auf alle drei Bücher sehr gespannt und schlürfe jetzt entspannt mein Zitronenwässerchen und lese weiter Philip Sington "Das Einsteinmädchen". Damit ich es ganz bald hier besprechen kann. Ich wünsche bis dahin allen eine wunderbare Zeit.