Mittwoch, 23. August 2017

[Rezension] Johannes Groschupf - Lost Places

Johannes Groschupf - Lost Places



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Angaben zum Buch:
Titel: Lost Places
Autor: Johannes Groschupf
Erscheinungsdatum: August 2015
Verlag: Oetinger



"Take nothing but pictures,
leave nothing but your footprints."

Inhalt:
Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es plötzlich so richtig gefährlich ...

Autor:
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“.

Quelle: Oetinger 

Meine Meinung:
Lost Places sind verlassene Gebäude, die eine magische Anziehungskraft auf sogenannte Urban Explorer hat. Die bekanntesten Lost Places sind die Belitz Heilstätten und der Spreepark in Grunewald. Aber eigentlich gibt es diese Lost Places überall, wo irgendwann einmal Menschen waren.

5 Freunde wollen sich als Urban Explorer verlassene Gebäude in der Bundeshauptstadt genauer ansehen. Sie reizt der Kick des Unbekannten. Doch dann treffen sie auf Mitglieder der Motorrad-Gang "Bandidos" und sie bekommen jede Menge Ärger.


Die Idee zu diesem Thriller ist wirklich gut, doch leider kommt sie am Ende doch zu kurz, weil sich ein anderes Thema in den Mittelpunkt drängt.


Schreibstil:
Die Beschreibungen der Gefühle sind wirklich gut. Gerade die Angst wird sehr anschaulich dargestellt. Als Leser fühlt man mit den Protagonisten.
Spannung wird von Kapitel zu Kapitel immer wieder aufs Neue aufgebaut. Sprachlich macht es Freude, das Buch zu lesen. Der Autor schafft es, den Leser bei der Stange zu halten, ohne große Schocker oder Effekthascherei.

Charaktere:

Die 5 Freunde, allen voran Lennart, der in der ICH-Perspektive erzählt, sind recht gut gezeichnet. Nicht wirklich tiefgründig, aber auch nicht zu flach. Man hat sie eigentlich ganz gern, auch wenn sie nicht ans Herz wachsen.

Mein Fazit:
Ein spannender Jugend-Thriller mit tollem Thema, aber leider am Ende mit anderem Schwerpunkt.
Daher erhält er nur 3 von 5 Sternen, da mir die Thematik "Lost Places" zum Schluss zu kurz kam. Sonst war der Thriller gut und spannend.


Bewertung:  3 von 5 Sternen

Kommentare:

Janna von KeJas-BlogBuch hat gesagt…

Auch wenn dich das Ende nicht überzeugen konnte, hast du mich neugierig gemacht! Und zum Glück ist es der WuLi egal wie viele Buchtitel sich dort sammeln :D

Liebe Grüße
Janna

Tamara Bretthauer hat gesagt…

Na, vielleicht gefällt es dir ja auch besser als mir, weil du ja jetzt schon weißt, dass es nicht nur um Lost Places geht. =)

Janna von KeJas-BlogBuch hat gesagt…

Haaach, wie gesagt erstmal WuLi - so langsam sollte ich meinen SuB erstmal ablesen ;)

Auroria hat gesagt…

Interessante Idee. Lost Places werden ja schon gerne mal erkundet und sei es durch Fotografen, die sich in derartige Ruinen oder verlassene Gebäude trauen. Manche davon habe sicher schon eine schaurige Geschichte zu erzählen.
Schade, dass dich das Buch trotzdem nicht überzeugen konnte. Manchen Titeln geht leider irgendwann die Puste aus.

Tamara Bretthauer hat gesagt…

Liebe Auroria,

ich danke dir für deinen Kommentar. Ja, diese Urban Explorer gibt es immer mehr. Ich finde das sehr spannend, schaue mir gerne bei youtube Videos dazu an, aber leider war das Buch nicht ganz nach meinem Geschmack.

Liebe Grüße
Tamara

Buchbahnhof hat gesagt…

Hallo Tamara,
deine Rezension fügt sich nahtlos in andere Rezensionen ein, die ich bereits zu dem Buch gelesen habe. Schade, dass der Klappentext und das Cover hier mehr versprechen, als das Buch halten kann. Ich fand die Idee wirklich gut, aber jeder sagt, dass es an der Umsetzung mangelt.
Hab eine schöne Woche
LG
Yvonne
#litnetzwerk

Leuchtturmwärterin hat gesagt…

Ja, leider passiert das immer wieder, dass man durch den Klappentext etwas in die Irre geleitet wird. Aber da es nicht so dick war, war es wohl auch einfach schwierig alles gut auszuarbeiten.

Liebe Grüße
Tamara

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Und jetzt danke ich dir natürlich für deinen Kommentar und freue mich darauf.