Mittwoch, 27. Juni 2018

[Bloggerbeitrag] 5 Buchschätze - Yvonne von Buchbahnhof

5 Buchschätze - Yvonne von Buchbahnhof


Der Juni ist fast um und es ist wieder Zeit für die 5 Buchschätze meiner liebsten Buchblogger. Diesen Monat hat mir Yvonne von Buchbahnhof ihre liebsten Bücher geschickt und natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen und deshalb geht es jetzt schwups zu ihrem Beitrag:

Ich freue mich sehr, dass ich dir und deinen Lesern meine Buchschätze vorstellen darf. Die Bücher sind sehr unterschiedlichen Genres und Alters, aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie bleiben in meinem Regal, da sie mich geprägt, berührt oder anderweitig bewegt haben. 


"Unsre Oma" von Ilse Kleberger

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Mein ältester Buchschatz ist „Unsre Oma“ von Ilse Kleberger. "Unsre Oma" und die Folgebände stehen bereits seit mehr als 30 Jahren in meinem Bücherregal. Erschienen ist das Buch erstmals 1964. Die Autorin ist leider inzwischen verstorben, aber ich hatte das große Glück, dass sie mein Exemplar im Jahr 2006 noch signiert hat.

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Was ich an Oma Pieselang schon als Kind mochte und auch heute noch mag ist, dass sie streng aber gerecht ist. Mit Oma können die Pieselangkinder jede Menge Spaß haben. Oma schnallt sich Bohnertücher unter die Füße um die gute Stube zu bonern, fährt im Pferdewagen mit den Kindern durch die Gegend, fährt Rollschuh und spielt Fußball. Aber Oma sorgt auch dafür, dass die Kinder gute Manieren lernen, dass sie ihre Mitmenschen gut behandeln und dafür einstehen, wenn sie Mist gebaut haben. Mich hat diese Mischung aus Strenge und Spaß immer fasziniert.


"Eine Frau erlebt die Polarnacht" von Christiane Ritter

Foto: Yvonne von Buchbahnhof


Mein nächstes Lieblingsbuch kenne ich seit rund 25 Jahren. Ich habe es von meiner Großtante als Jugendliche bekommen und es hat meine Liebe zu den skandinavischen Ländern geweckt. "Eine Frau erlebt die Polarnacht" von Christiane Ritter hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Dieser Mut, zu einer Zeit, in der es die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation nicht gab, für ein Jahr in die Abgeschiedenheit Spitzbergens zu gehen. Wahnsinn. Das Buch ist so wundervoll geschrieben, dass man den Sturm brausen hört und die Einsamkeit der Polarnacht spürt. Ein Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann.

Ein Zitat:
“Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” (S. 71)


Relativ jung sind meine nächsten 3 Buchschätze. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.


"Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo

Foto: Dumont Verlag

"Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich fand es unglaublich berührend, wieviel Einfühlungsvermögen die Jugendlichen gegenseitig zeigen, obwohl man es nicht erwartet hat. Der Autor wartet mit einer wunderschönen Sprache auf und schafft es, dass seine Hauptfigur eine unglaubliche Entwicklung durchmacht. Das Buch hat mir sehr viel gegeben, da es zeigt, was man erreichen kann, wenn man bereit ist, sich auf das Leben einzulassen.


"Luzie & Leander" von Bettina Belitz

Foto: Loewe Verlag

"Luzie & Leander" von Bettina Belitz. Band 1 steht hier stellvertretend für die achtbändige Reihe. Hier hat es eine Autorin geschafft, ein Werk zu schreiben, dass einfach nur rund ist. Sie steigert ihre Geschichte in jedem einzelnen Band und findet rechtzeitig den Absprung. Eine Reihe, die mit Band 8 einen so runden Abschluss gefunden hat, dass ich einfach nur zufrieden zurückgelassen wurde. Es handelt sich hier natürlich um sehr seichte Unterhaltung, aber Luzie und Leander sind so wundervolle Protagonisten, dass ich sie einfach nur geliebt habe und diese Reihe jedem empfehle, der Wohlfühlbücher zum abschalten sucht.


"Sternenschimmer" von Kim Winter

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Last but not Least, eine etwas unbekanntere Trilogie. Leider! Sie hat es nicht verdient, so im Unbekannten zu sein. Auch hier steht "Sternenschimmer" stellvertretend für die Trilogie, da sie nur wenn man sie komplett liest rund ist. Mir hat gefallen, dass Kim Winter es am Beispiel von außerirdischen Wesen schafft, die derzeitigen Probleme der Welt aufzuzeigen. Dies tut sie so wenig mit erhobenem Zeigefinger, dass jeder Leser selbst entscheiden kann, als was er diese Trilogie liest. Man kann sie einfach nur als spannenden Abenteuerroman mit einer Liebesgeschichte wegschlürfen. Man kann sich aber auch darauf einlassen und die Geschichte tiefer auf sich wirken lassen. Dann erhält man ein durchaus gesellschaftskritisches Werk, dass trotzdem nichts von seiner Spannung und Romantik verliert. 


Liebe Yvonne, ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast und deine 5 Buchschätze vorgestellt hast. Es sind wirklich tolle Bücher dabei!

Hier geht es zum Blog von Yvonne: Buchbahnhof

Freitag, 15. Juni 2018

[Rezension] Kylie Scott - Wer will schon einen Rockstar?

Kylie Scott - Wer will schon einen Rockstar?


Foto: Tamara Bretthauer


Angaben zum Buch:
Titel: Wer will schon einen Rockstar?
Autorin: Kylie Scott
Verlag: LYX Verlag by Bastei Lübbe
Preis: 9,99 €
persönliche Wertung: 3 von 5 Sternen



Inhalt:
"Das Leben ist wie ein Lied. Lass es uns spielen!"
Anne Rollins hat den schlimmsten Tag ihres Lebens hinter sich: Ihre Mitbewohnerin ist aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden – mit allen Möbeln und ohne ihre Mietschulden zu begleichen. Um sich abzulenken, beschließt Anne kurzerhand, eine Freundin auf eine Party zu begleiten. Doch dort steht sie plötzlich niemand anderem gegenüber als Malcolm Ericson, dem Drummer der weltberühmten Rockband Stage Dive. Als dieser von Annes Problemen erfährt, macht er ihr ein Angebot, das verrückter nicht sein könnte: Er hilft ihr aus ihrer finanziellen Notlage, wenn sie im Gegenzug eine Zeit lang seine Freundin spielt ...

Autorin:
Kylie Scott ist ein großer Fan erotischer Liebesromane und zweitklassiger Horrorfilme. Sie verlangt immer ein Happy End – wenn Blut und Gemetzel auch noch vorkommen, umso besser! Mit ihren zwei Kindern und ihrem Ehemann lebt Kylie in Queensland, Australien. Sie war mit ihrer Stage-Dive-Reihe auf der New-York-Times-, der USA-Today- sowie der Spiegel-Bestseller-Liste vertreten.

Quelle: LYX Verlag by Bastei Lübbe

Meinung:
Band 2 der Stage Dive-Reihe, aber durchaus unabhängig lesbar. Ein leichtes Schmankerl für zwischendurch. Alles dreht sich in diesem Buch um Anne und ihr Liebesleben. Sie arbeitet in einer Buchhandlung, schmachtet ihrem Chef hinterher, der auch gleichzeitig ihr bester Freund ist und träumt davon endlich wieder einmal nicht allein einschlafen zu müssen.
Ihre Nachbarn nehmen sie mit auf eine Party und dort lernt sie ausgerechnet Malcom Ericson kennen, den Drummer von Stage Dive, der früher als Poster über ihrem Bett hing.
Und wie sollte es anders sein, ein großes Hin und Her entsteht.

Kylie Scott versteht sich auf jede Menge Klischees. Sie weiß genau, wie ein netter Liebesroman mit einem Schuss Erotik auszusehen hat und bastelt hier geschickt alles zusammen. Der Schreibstil ist locker flockig leicht und man hat das Gefühl direkt durch das Buch zu fliegen. Sprachlich ist es kein großes Feuerwerk, aber um sich einfach einen schönen Nachmittag/Abend zu machen wirklich brauchbar.

Durch die ICH-Perspektive schafft die Autorin automatisch Nähe zu ihrer Hauptfigur. Allerdings benimmt sie sich oft so vorhersehbar, dass man sie nicht wirklich ernst nehmen kann. Mal ist der typische "Rockstar", sehr von sich selbst überzeugt und teilweise einfach ein Depp. Ehrlich gesagt, habe ich eine ganze Weile gebraucht bis ich mit ihm warm geworden bin.

Fazit:
Ein durchschnittlich guter New Adult-Roman, der schnell runtergelesen ist und den man einfach zum Abschalten konsumieren kann ohne sich groß Gedanken machen zu müssen. Leider kam ich mit den Charakteren nicht recht klar, weil ich dieses Klischee des "Naivchen trifft auf harten Kerl" nicht so sonderlich mag, was aber wohl die meisten anspricht. Trotzdem recht nett und unterhaltsam.
Daher gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

Im Buch deutet sich schon die Story von Band 3 an, der hier bereits im Regal steht und sicher auch bald gelesen wird.

Freitag, 8. Juni 2018

[Rezension] Nellie Bly - Zehn Tage im Irrenhaus - WERBUNG

Nellie Bly - Zehn Tage im Irrenhaus


Ich möchte mich ganz herzlich beim Aviva Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken. Da ich es umsonst zur Verfügung gestellt bekommen habe, kennzeichne ich diese Rezension als WERBUNG, auch wenn dies nichts an meiner persönlichen Meinung zum Buch ändert.



Foto: Tamara Bretthauer

Angaben zum Buch:
Titel: Zehn Tage im Irrenhaus - Undercover in der Psychiatrie
Autorin: Nellie Bly
Verlag: Aviva
Preis: 16,00 €
persönliche Bewertung: 5 von 5 Sternen




Inhalt:
New York, 1887. Für ihren ersten Auftrag als freie Journalistin bei der aufstrebenden Tageszeitung Joseph Pulitzers, New York World, soll Nellie Bly undercover aus der Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island berichten. Ob sie den Mut dazu habe? Die 23-Jährige zögert nicht – natürlich hat sie den.
Der Weg in die Anstalt erweist sich als Kinderspiel. Doch Bly merkt schnell: Wer einmal drin ist, dessen Chancen stehen schlecht, jemals wieder herauszukommen. 
In ihrer bahnbrechenden Reportage berichtet die Undercover-Journalistin Nellie Bly von den desaströsen Zuständen und grauenhaften Misshandlungen, deren Zeugin sie wurde.
Zehn Tage im Irrenhaus  ist ein Meilenstein des investigativen Journalismus und ein wichtiges Dokument der Psychiatriegeschichte.


Autorin:
Nellie Bly wird am 5. Mai 1864 als Elizabeth Jane Cochran in Pennsylvania geboren. Mit einem Leserbrief gelingt ihr 1885 der Einstieg in den Journalismus. Kurze Zeit später geht sie nach New York. Für Joseph Pulitzers Zeitung New York World lässt sie sich in eine Psychiatrie einliefern und verfasst daraufhin die investigative Reportage »Ten Days in a Mad-House«. Bald darauf erscheint die ebenfalls sehr erfolgreiche Reisereportage »Around the World in Seventy-Two Days«, für die sie sich in der Tradition von Jules Vernes Romanhelden Phileas Fogg auf eine Weltreise begeben hatte. 1895 heiratet Bly den 70-jährigen Industriellen Robert Seaman, dessen Unternehmen sie nach seinem Tod 1904 leitet. Nach dessen Bankrott kehrt sie zum Journalismus zurück und wird 1914 Kriegskorrespondentin in Österreich. Am 27. Januar 1922 stirbt Nellie Bly an einer Lungenentzündung.

Quelle: Aviva Verlag


Meinung:
Ende des 19. Jahrhunderts bricht eine junge Frau aus den Konventionen der damaligen Zeit aus und lässt sich als Undercover-Journalistin einweisen. Sie beweist unglaublich viel Mut, weiß sie doch nicht, was sie dort erwartet.
Unter falschem Namen und mit erdachter Lebensgeschichte mimt sie die geisteskranke Nellie Brown. Unglaublich welch grauenvolle Dinge sie berichtet.

Nicht zuletzt wegen des Erzählstils aus der ICH-Perspektive ist Nellies Bericht so lebendig und als Leser leidet man direkt mit den Patientinnen. Sie nimmt uns mit in eine Zeit, in der psychisch kranke Menschen wie gesellschaftlicher "Ausschuss" behandelt werden und insbesondere Frauen nicht einmal wirklich untersucht werden, bevor man sie als geisteskrank abstempelt und einsperrt.
Mich hat es unglaublich erschreckt, wie schnell eine Frau damals als irre galt, wenn sie bloß einen anderen Lebensweg eingeschlagen hatte.

Nellie ist eine bemerkenswerte Frau gewesen und hat mit ihrer Berichterstattung das Augenmerk auf ein Elend hinter verschlossenen Türen und fern von der Mitte der Gesellschaft gelegt. Sie hat Mut bewiesen und ist sich nicht zu fein dafür gewesen selbst unter diesen grauenhaften Zuständen zu leben.

Fazit:
Ein beeindruckender Erfahrungsbericht, der zu seiner Zeit wohl Vorreiter war für viele nachfolgende Undercoveraktionen, wie sie noch heute von Wallraff und Co. unternommen werden.
Auch wenn es noch bis in die 1950er Jahre dauern sollte, bis psychiatrische Kliniken endlich den Wert jedes Individuums erkennen sollten, so hat Nellie Bly doch schon damals ihren Teil dazu beigetragen das Leben in solchen Einrichtungen etwas zu verbessern.

Ich vergebe für diesen Erfahrungsbericht 5 von 5 Sternen, da mich Nellie sofort abgeholt hat und ich gefühlt mitten dabei war.



Dienstag, 29. Mai 2018

[Rezension] Sabine Durrant - Die Hochstapler - WERBUNG

Sabine Durrant - Die Hochstapler

Dieses Buch habe ich vom Penguin Verlag über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen. Daher enthält diese Rezension Werbung. Ich bedanke mich recht herzlich für dieses Buch.

© https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Durrant_SDie_Hochstapler_179917.jpg


Angaben zum Buch:
Titel: Die Hochstapler
Autorin: Sabine Durrant
Verlag: Penguin
Preis: 13,00 €
persönliche Bewertung: 4 von 5 Sternen


Inhalt:
Seit Paul Morris einen großen Bestseller landete, sind viele Jahre vergangen. Mittlerweile ist das Geld aufgebraucht, und er leidet unter einer Schreibblockade. Doch auf Kosten anderer kommt er ganz angenehm durchs Leben, denn mit einem hatte Paul noch nie Probleme: lügen. Als er seinen alten Schulfreund Andrew Hopkins in dessen Villa besucht, lernt er dort Alice Mackenzie kennen. Die junge Mutter ist verwitwet – und sehr wohlhabend. Alice lädt Paul ein, sie und Andrews Familie in den alljährlichen Urlaub nach Griechenland zu begleiten. Dort, auf Pyros, verschwand vor zehn Jahren ein Mädchen spurlos, und Alice hat nie aufgehört, nach ihr zu suchen. Doch auch Paul war damals auf der Insel …

Autorin:
Sabine Durrant lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London, wo sie als Autorin und Journalistin arbeitet. Sie schreibt unter anderem für den Guardian, den Daily Telegraph sowie die Sunday Times und hat bereits mehrere Kinderbücher und Romane veröffentlicht, die in bis zu 15 Sprachen übersetzt wurden.

Quelle: Penguin Verlag by Random House


Meinung:
Paul ist ein längst vergessener Schriftsteller, der sich noch immer auf den Lorbeeren seines einst so gefeierten Romans ausruht. Leider ist sein Geld schon längst weg und so muss er sich andere Wege suchen, um zu leben. Und so lässt er sich von Frauen aushalten.
Auf einer Party lernt er Alice kennen und bezirzt sie, sodass er nicht nur in ihr Leben darf, sondern auch in den gemeinsamen Urlaub, den sie mit ihren Kindern und einigen Freunden macht.
Eine wunderbare Urlaubsidylle empfängt den Leser, doch unterschwellig wird einem immer mehr bewusst, dass etwas nicht stimmt. Und so nimmt alles seinen Lauf.

Die Autorin hat eine klare Sprache, bringt alles sehr direkt auf den Punkt und nimmt einen doch sprachlich mit auf die griechische Insel. Leider hat sie es nicht geschafft, dass man auch nur eine ihrer Figuren sympathisch finden konnte. Alle waren auf ihre Weise wirklich furchtbar. Und so blickt man mit einigem Abstand auf die ganze Geschichte. Durch die fehlende Nähe fehlt leider auch etwas die Spannung. Zwischendrin hatte das Buch teilweise ein paar Längen.

Doch das Ende reißt alles wieder heraus. Es hat mich überrascht und mir gezeigt, dass nicht immer alles so glasklar ist wie es zu Beginn scheint.

Fazit:
Ein Buch mit vielen Fassetten und jeder Menge Überraschungen, die sich bis zum Ende Zeit lassen.

Wenn das Ende nicht so toll gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich nur 3 Sterne gegeben. So erhält es 4 von 5. Allerdings ist es in meinen Augen kein Thriller.


Donnerstag, 24. Mai 2018

[Bloggerbeitrag] 5 Buchschätze - Kerstin von KeJas-BlogBuch

5 Buchschätze - Kerstin von KeJas-BlogBuch

Und schon haben wir Ende Mai. Die Zeit fliegt nur so dahin. Bereits zu Beginn des Monats hatte mir die liebe Kerstin von KeJas-BlogBuch ihre 5 Buchschätze mitgeteilt und nun ist es so weit und ich kann sie euch präsentieren. Deshalb verschwende ich auch keine Zeit und gebe das Wort ab an Kerstin:

Liebe Tamara, recht herzlichen Dank, dass ich hier bei dir meine 5 Buchschätze vorstellen darf. Es werden ganz unterschiedliche sein und doch hat mich jedes davon auf seine Art begeistert und vielleicht sogar geprägt.
Vom "Alter" her sind sie auch sehr unterschiedlich und man sieht so vielleicht das sich im Laufe der Jahre das Leseverhalten verändert, aber man doch "seinem" Genre meist treu bleibt.
Ich bin und bleibe eine Krimi- & Thrillertante, auch wenn ich gerne experimentiere.
Mein absolutes Lieblingslieblingsbuch ist und bleibt "Die Straße" von Cormac McCarthy - da ich das aber mal wieder verliehen und schon zu oft genannt habe, ist hier eine Auswahl der Bücher die in meinen Regalen stehen und zu mir gehören.


"ES" von Stephen King

© Kerstin von KeJas-BlogBuch

Das Buch besitze ich jetzt schon seit so vielen Jahren und werde es auch nie hergeben.
Als deutsche Erstausgabe musste ich es damals unbedingt haben und zwar ist dieses von 1992. Somit schon ein paar Tage alt, aber den Inhalt vergisst man nicht.
Es war zwar nicht mein erster King (das war Carrie), dafür aber das Buch, welches am meisten nachhallte. Mich hat diese Freundschaft der Kinder begeistert und ihr Zusammenhalt. 861 großartige Seiten und ein richtig dicker Wälzer. Zwar sieht es nicht mehr so schön aus, da echt rund gelesen, aber es hängen Erinnerungen daran.
Es war so gruselig und seit damals wechsele ich unwillkürlich die Straßenseite (vor allem bei Regen) wenn vor mir ein Gully am Straßenrand ist ;-)


"SIE" von Stephen King

© Kerstin von KeJas-BlogBuch

Das hatte ich mir parallel zu ES gekauft, da beide so wunderbar nebeneinander aussehen. Zu der Zeit war ich Anfang 20 und konnte gruselige Geschichten noch so richtig lesen (heute fürchte ich mich ja direkt).
Bei diesem Buch habe ich so sehr mitgefiebert. Annie die Krankenschwester und Paul der Autor, der sein Buch nur für sie umschreiben muss. Misery und damit SIE, hatte mich total fasziniert. Wie gerade mal 2 Charaktere eine Geschichte so ausfüllen können, empfand ich als großartig. Noch heute, wenn ich das Buch sehe, muss ich sofort an bestimmte Szenen denken. Die Sache mit der Axt und dem Fuß ist da nur so eine ;-)


"Die drei Evangelisten" von Fred Vargas

© Kerstin von KeJas-BlogBuch

An Fred Vargas kam ich durch meine Chefin. Sie hatte mir die Reihe um Adamsberg nahegelegt, von denen ich mittlerweile alle gelesen haben.
Dieses hier ist die 1. Auflage 2011 und steht dementsprechend auch schon ein paar Jahre bei mir.
Die Autorin Fred Vargas hat einen ungemein fesselnden, wenn auch ruhigen Stil. Der französische Flair der in allen Seiten umherschwirrt und diesen Charakteren etwas vornehmes gibt, hat mich dazu bewegt mehr von französischen Autor*Innen zu lesen. 
Zwar immer im Bereich Krimi und Thriller, aber ich mag eben diesen ruhigen Ton, die kleinen Frotzeleien und verzwickten Konstrukte um Opfer und Täter.
Der Schutzumschlag hat schon etwas gelitten - vermutlich hatte ich es zu oft in der Hand.


"Drachenläufer" von Khaled Housseini

© Kerstin von KeJas-BlogBuch

Die Ausgabe von 2004 lag jahrelang auf meinem SuB, bis ich es endlich genommen und damit angefangen habe. Was soll ich sagen - es war wunderschön, tieftraurig, herzzerreißend und ganz besonders. So schön, dass ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen hatte und so sehr weinen musste, weniger wegen Trauer, sondern weil es so wunderbar von Liebe und Zuneigung erzählt.
Die Geschichte handelt von Afghanistan und einer Familie, vor und während der Zeit des grausamen Umbruchs und es hat mir gezeigt das man vieles gar nicht weiß über dieses einst blühende Land. Man reduziert alles auf das aktuelle Geschehen und vergisst, dass dort Menschen leben und lebten, die ganz banale Alltagssorgen hatten wie jeder andere auch und dass dann alles zusammenstürzt und ein Land in Schutt und Asche legt. Ein sehr bewegendes Buch, dass ich als Blick über den Tellerrand jedem empfehlen kann.


"Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz

© Kerstin von KeJas-BlogBuch

Neben den Krimis und Thrillern muss ich immer wieder Bücher lesen, die das Thema 1. oder 2. Weltkrieg haben. Flucht, Vertreibung, Judenverfolgung, Nationalsozialismus und all die grausamen Folgen. Keine leichten Bücher, ganz im Gegenteil sogar, aber ich empfinde es als äußerst wichtig nicht zu vergessen. Ob die Menschen dadurch was lernen oder gelernt haben steht auf einem anderen Blatt. 
Dieses Buch erzählt die Geschichte Otto Silbermanns, ein angesehener Bürger, ein erfolgreicher Geschäftsmann. Bis zu dem Tag als die Willkür des Nationalsozialismus zuschlägt und sein Leben komplett aus den Fugen gerät. Das Buch wurde postum veröffentlicht, denn der Autor starb schon 1942. Was mich so bestürzte, war diese Reise des Otto Silbermanns, die zahllosen Zugfahrten um nicht entdeckt zu werden, die Ängste, die ausgestanden werden mussten. Diese absolute Hilflosigkeit, der sich ein Mensch ausgeliefert sah und keine Möglichkeit ihr zu entkommen. 
Das Buch wird mir lange in Erinnerung bleiben und hat einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen.

Meine liebe Kerstin, ich danke dir ganz herzlich für den Einblick in dein Bücherregal. Es sind wirklich tolle Bücher dabei und gerade bei Stephen King bin ich voll bei dir. Diese Bücher liebe ich ja auch sehr.

Wer mehr über den Blog erfahren will, auf dem Kerstin gemeinsam mit Janna ihre Beiträge postet, dann schaut doch einfach mal vorbei (KeJas-BlogBuch). Sie freuen sich immer über Besucher und haben einige wirklich tolle Aktionen und Bücher auf ihrem Blog zu bieten.


Freitag, 11. Mai 2018

[Rezension] Lindgren/Forslund - Meine Kuh will auch Spaß haben - WERBUNG

Astrid Lindgren / Kristina Forslund - Meine Kuh will auch Spaß haben - Ein Plädoyer gegen die Massentierhaltung


Da ich dieses Buch vom Oetinger Verlag erhalten habe, worüber ich mich sehr freue, enthält die Rezension WERBUNG.

© Tamara Bretthauer

Angaben zum Buch:
Titel: Meine Kuh will auch Spaß haben - Ein Plädoyer gegen die Massentierhaltung
Autorinnen: Astrid Lindgren und Kristina Forslund
ISBN: 978-3-7891-0902-7
Verlag: Oetinger
persönliche Bewertung: 5 von 5 Sternen


Inhalt:
Astrid Lingren erhebt ihre Stimme gegen Tierquälerei: Beendet die katastrophalen Zustände in der Massentierhaltung! Gebt den Tieren ihr Recht auf eine natürliche Lebensweise zurück! Das forderte Astrid Lindgren von Schwedens Politikern. Mit Erfolg: Ende der 1980er Jahre wurde das schwedische Tierschutzgesetz geändert.
Das Buch enthält Astrid Lindgrens Artikel, die 1985 bis 1989 im „Expressen“ erschienen. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit Kristina Forslund, Dozentin an der Tierärztlichen Hochschule Stockholm, die das Buch um einen aktuellen Kommentar ergänzt.

Autorinnen:
Eine kleine freche Göre, die die Welt der Erwachsenen auf den Kopf stellt, änderte schlagartig ihr Leben: Gerade noch Sekretärin beim Königlichen Automobilklub in Stockholm, wurde Astrid Lindgren 1945 sprichwörtlich über Nacht berühmt. Sie hatte eine Romanfigur erfunden, die wie sie eine Weltkarriere machen sollte: Pippi Langstrumpf. Lindgren, die 1907 in Vimmerby, Småland, geboren wurde, arbeitete fortan als Kinderbuchlektorin und Autorin. Ihr Erfolg war einmalig. Lindgren, die selbst Kinder hatte, mischte sich immer wieder in aktuelle politische Debatten ein und kämpfte bis zu ihrem Tod 2002 für die Rechte von Kindern. Das tut auch Pippi Langstrumpf, deren anarchische Charakterzüge die allzu strengen Regeln der Erwachsenen erfolgreich torpedieren. Ein großartiges Erbe!

Kristina Forslund wurde 1948 in Motala/Schweden geboren. Ab 1974 arbeitete sie als Tierärztin. Darüber hinaus forschte und lehrte sie an der Königlichen Tierärztlichen Hochschule sowie an der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität mit Schwerpunkt Wiederkäuer. Kristina Forslund ist verheiratet, hat vier Kinder, fünf Enkel und eine Vielzahl von Haustieren und lebt heute in der Nähe von Uppsala in Mittelschweden. 

Quelle: Oetinger Verlag

Meinung:
Massentierhaltung ist die negative Auswirkung, die unser täglicher Fleisch- und vor allem Wurst- und Käsekonsum mit sich bringt. Ich nehme mich da nicht aus, denn ich freue mich im ersten Moment auch, wenn Milch, Joghurt, Eier, Butter, Wurst und Fleisch im Angebot sind und im Supermarkt nur einen Bruchteil von dem kosten, was im Bioladen um die Ecke dafür verlangt wird.
Dass die Bauern dabei trotzdem verdienen wollen (um natürlich auch davon leben zu könnnen) ist eher zweitrangig für den Konsumenten. Dass am Ende darunter aber die Tieren leiden müssen, das sehen wir Verbraucher nicht und wenn doch, wird es einfach verdrängt beim Biss ins "Mettbrötchen".

Dieses Buch gibt den Tieren eine Stimme.
Astrid Lindgren und Kristina Forslund haben bereits in den 80er Jahren das System der Massentierhaltung angeprangert. Umso erschreckender ist es, dass sich bis heute (30! Jahre später) nichts wesentlich verbessert hat und die Tiere weiterhin vom ersten bis zum letzten Tag ihres Lebens leiden müssen, nur damit wir unser täglich Fleisch auf dem Teller haben. Oder das Müsli mit der "Billig"-Milch übergießen können.

Die Autorinnen haben sich öffentlich in einer schwedischen Tageszeitung darüber ausgetauscht und sind für ihre Kritik zuerst belächelt und später angefeindet worden. Selbst Politiker scherten sich wenig um das Wohl der Tiere. Ein halbherziger Gesetzesentwurf wurde geschrieben, damit die berühmte Frau Lindgren endlich den Mund halten würde.
Leider lebt Astrid Lindgren schon länger nicht mehr und so müssen andere ihre Stimme erheben, damit die Tiere endlich "artgerecht" gehalten werden. Und vor allem sollten wir Konsumenten uns bewusster mit der Lebensmittelproduktion beschäftigen und auch bewusster konsumieren. Denn gerade die "Billigware" ist ja das große Problem. Wenn jeder auch nur etwas seltener Fleisch, Wurst und Käse essen würde, dann wäre den Tieren schon ein wenig geholfen. Wenn dann noch die Regierung dafür sorgen würde, dass alle Tiere genügend Auslauf bekämen, kein Antibiotika mehr erlaubt würde in der Tierhaltung und der Bauer selbst von den Supermärkten ordentlich bezahlt würde, dann könnte man evtl. von einem guten Weg in Richtung Tierwohl sprechen.

Diese Rezension ist so ganz anders, als meine sonstigen Rezensionen, aber das Thema geht mir einfach sehr nahe. Eigentlich beschäftige ich mich mit Schreibstil und Charakteren im Buch. Doch dieses war mir einfach eine Herzensangelegenheit. 
Ich selbst könnte mir nicht vorstellen auf Dauer vegan zu leben, habe aber großen Respekt vor denen, die dies tatsächlich tun. Ich versuche mein Essverhalten insoweit zu kontrollieren, dass ich bewusster mit Lebensmitteln umgehe und sie nicht im Überfluss kaufe, um sie später halbverzehrt in die Mülltonne zu werfen. Außerdem koche ich oft vegetarische Mahlzeiten. 

Fazit:
Ich denke, wenn wir uns immer wieder bewusst machen, dass Tiere für uns sterben oder "benutzt" werden, um unseren Kühlschrank zu füllen, dann gehen wir auf die Dauer einfach ganz anders mit diesen Erzeugnissen um. Es sollte vor allem wieder etwas Besonderes sein z.B. einen Sonntagsbraten zu essen oder Eier für den Kuchen benutzen zu können.

Ich wünsche mir von Herzen, dass die Gesellschaft irgendwann merkt, dass diese Massentierhaltung nichts ist, worauf man stolz sein kann und dass diese Tiere wieder als Tiere und nicht als "Produktionseinheiten" angesehen werden.

Ein wichtiges Buch und ein Thema, über das auch heute viel zu wenig gesprochen wird.

Dienstag, 1. Mai 2018

[Neuzugänge] April 2018

Neuzugänge, und das wieder nicht zu knapp - April 2018

Ob ich es irgendwann einmal schaffen sollte wirklich nur so viele Bücher zu kaufen wie ich tatsächlich lese? Ich befürchte nicht. Egal, Bücher sind ja einfach etwas wunderbares und wer hat denn nicht gerne eine eigene Bibliothek zur Verfügung.
Im April kamen einige Bücher hier an. Direkt nach Ostern eine Arvelle-Bestellung, die ich mir gegönnt hatte, weil ich in der Fastenzeit aufs Bücher kaufen verzichtet hatte. Darin waren:

© Tamara Bretthauer

Kate Lord Brown - Ein Märchen im Winter 
Eine frustrierte Frau, ein altes Cottage, ein toller Mann und ein Familiengeheimnis. Was will man mehr?

Jennifer Donnelly - Straße der Schatten
Ende 19. Jahrhundert, eine junge Frau will Journalistin werden, ihr Vater stirbt durch seine eigene Waffe und sie beginnt mit einem netten jungen Herrn an zu ermitteln. Klingt spannend.

Simona Ahrnstedt - Die Erbin
Jede Menge Macht, Einfluss, Erotik und Intrigen. Auch das braucht man ab und an mal. Und da Paddi von PaddiLovesBooks so davon geschwärmt hat, musste ich es mir einfach bestellen.

Mona Kasten - Begin Again
Eine junge Studentin zieht zu einem attraktiven Typ in die WG und es funkt mächtig. Was fürs Herz und Dank Nina von Itsallstartedwithharry hat mich neugierig gemacht. Und die liebe Mona ist ja auch einfach Zucker.

Stephen King - Basar der bösen Träume
Ein King, muss ich da noch mehr sagen? Eine Kurzgeschichtensammlung des King of Horror höchstpersönlich. In einer gebundenen wunderschönen Version.

Sam Gasson - Gone Cat
Dieses Buch gab es von Arvelle geschenkt, weil ich über 30 EUR gekommen bin mit meiner Bestellung. Daher ist es eine absolute Überraschung und ich habe mich einfach vom Cover verführen lassen. Und der Buchschnitt ist rot, da war ich total überrascht.

Weiter ging es mit einer kleinen Tauschbox von Bookcrossing. Daraus entnommen habe ich mir:

© Tamara Bretthauer

Simone van der Vlugt - Finsernis
Von der Autorin hatte ich bereits "Klassentreffen" gelesen und da es hier um Geheimnisse und Ägyptologie geht, habe ich einfach zugegriffen.

Arien Lubach - Der fünfte Brief
Eine junge Mathematikerin, ein Mittelalterforscher, der ihr Rätsel aufgibt und ein Wettlauf gegen die Zeit. Absolut spannender Klappentext, also ab ins Regal.

Tove Nilsen - Nachtzuschlag
Eine Schriftstellerin steigt in ein Taxi und erlebt eine furchtbare Fahrt. Ein Psychothriller. Und somit genau meins. Ich bin gespannt.

© Tamara Bretthauer

Aus dem Penguin Verlag habe ich über das Bloggerportal ein Buch als Rezensionsexemplar erhalten:

Sabine Durrant - Die Hochstapler
Ein Kerl, der weiß wie er durchs Leben kommt, begegnet alten Bekannten wieder und lernt über sie eine Frau kennen, die in seiner Vergangenheit herumstochert. Da liegt wohl einiges im Argen. Ich bin gerade auf S. 65, daher kann ich noch nicht viel dazu sagen. Aber natürlich klingt es richtig spannend.

Carlos Ruiz Zafón - Das Spiel des Engels
Der 2. Teil der Barcelona-Reihe. Ich will sie mit Janna von KeJas-BlogBuch gemeinsam lesen und deshalb kaufe ich mir jetzt so nach und nach die Bücher zusammen. Dieses habe ich mir gebraucht über booklooker gekauft.


© Tamara Bretthauer

Olivia Miles - Weihnachten in Brian Creek
Bei der Lesejury habe ich meine Punkte gegen dieses Buch eingetauscht. Blöderweise ist es Band 5 einer Reihe, was ich natürlich erst im Nachhinein gemerkt habe. Somit werde ich mir wohl erst einmal die vorherigen Bände kaufen müssen.

Astrid Lindgren / Kristina Forslund - Meine Kuh will auch Spaß haben - Ein Plädoyer gegen die Massentierhaltung
Dieses Buch habe ich beim Oetinger Verlag angefragt und es mittlerweile auch schon gelesen. Da wird in den nächsten Tagen eine Rezension zu erscheinen. Ein unglaublich wichtiges Thema und erschreckend, dass sich bereits in den 80er Jahren Menschen darüber beschwert haben, sich im Großen und Ganzen bis jetzt aber nichts zum Positiven geändert hat. Das Tierleid ist noch immer unermesslich hoch. Mehr dazu, wie gesagt in meiner Rezension.

© Tamara Bretthauer

Die letzten 4 Bücher für April.

Philippa Gregory - Die Glut
18. Jahrhundert, eine junge Frau kämpft um den Besitz des elterlichen Guts, eine starke Frauenfigur. Klingt nach einem Buch für mich. Und da Paddi von PaddiLovesBooks und auch die liebe Wilja so von Philippa Gregory schwärmen (vor allem über die Tudor-Reihe), dachte ich mir, ich fange mal damit an. Gebraucht bei booklooker gekauft.

Philippa Gregory - Die weise Frau
England, Heinrich VIII, eine junge Frau, ein Waisenkind, wird zur Magierin ausgebildet.
Und auch dieses habe ich mir gebraucht bei booklooker gekauft.

Nora Roberts - Pfade der Sehnsucht
Der 2. Band der O'Dwyer-Trilogie. Von einer Bookcrosserin erhalten.

Kai Meyer - Das Haus des Deadalus
Eine Hetzjagd durch Rom im Stil von Dan Brown. Ich bin gespannt.

So, das waren alle meine Neuzugänge. Was gab es denn im April so für euch neues fürs Bücherregal?

Montag, 30. April 2018

[Rezension] Robin Sloan - Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Robin Sloan - Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

© Tamara Bretthauer


Angaben zum Buch:
Titel: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra
Autor: Robin Sloan
Erschienen: 2. Auflage 2014
Verlag: Blessing


"... und dann: genau das richtige Buch, genau zur rechten Zeit." (S. 351)

Inhalt:
Clay Jannon ist eigentlich Webdesigner, doch die Rezession hat ihn seinen Job gekostet. So führt ihn eine Stellenanzeige in die durchgehend geöffnete Buchhandlung von Mr. Penumbra. Clay merkt bald, dass dies keine gewöhnliche Buchhandlung ist und hier irgendetwas nicht stimmt. Nach und nach findet Clay heraus, dass Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind. Zusammen mit zwei Freunden macht er sich daran, dieses Geheimnis zu lüften.

Autor:
Robin Sloan wurde 1979 in der Nähe von Detroit geboren und hat an der Michigan State University Wirtschaftswissenschaften studiert. Er hat für Twitter und verschiedene andere Onlineplattformen gearbeitet und schreibt gerade an einem neuen Roman. Er lebt in San Francisco.

Quelle: direkt vom Buch

Meinung:
Ein Webdesigner, der einen Job in einer Buchhandlung annimmt und dort während der Nachtschicht auf die Spur eines lang gehüteten Geheimnisses kommt.
Robin Sloan hat einen tollen Plot entwickelt, der sich um die Gemeinschaft der Ungebrochenen Buchrücken entspinnt.
Besonders die Mischung aus der Liebe zu den Büchern und der neuen Technologie, insbesondere Google und deren Forschungsarbeit, war sehr interessant.
Leider bleibt man als Leser in manchen Dingen zu Beginn ziemlich im Ungewissen, weswegen sich die Geschichte teilweise etwas langatmig lesen lässt.
Zu Beginn ist man neugierig und will wissen, was es mit den "Ladenhütern" auf sich hat, doch die Geschichte entwickelt sich etwas zu wirr, sodass man teilweise glaubt den Faden verloren zu haben.
Mir hat es tatsächlich geholfen, das Buch gleichzeitig als Hörbuch zu hören und es dabei zu lesen. So kam ich schneller voran und hatte das Gefühl besser in der Geschichte zu sein.

Sloans Schreibstil ist flüssig, einfach gehalten von der Sprache und lässt sich gut lesen. Nur eben die Entwicklung der Story war teilweise etwas konfus. Immer wieder sind dezente Fantasy-Elemente mit eingebaut, was teilweise etwas verrückt wirkt. Doch zum Ende hin löst sich der Knoten und man versteht nach und nach. Wenn die Story weniger verwirrend dahergekommen wäre, hätte die Spannung vielleicht weniger darunter gelitten.

Clay, Mat, Neel, Penumbra und Kat sind tolle Charaktere. Sie sind lebendig und glaubwürdig. Auch die anderen Figuren sind toll, werden aber nicht so stark ausgearbeitet. Besonders mit Clay fiebert man mit.

Fazit:
Eine schöne Geschichte über die Liebe zu Büchern und die Magie, die in ihnen schlummert. Mit einigen Längen und abfallender Spannung, aber einem schönen Ende. Es ist kein Buch, was ich noch einmal lesen würde, aber es hat mich Dank des zusätzlichen Hörbuchs gut unterhalten.

3 von 5 Sternen.

Sonntag, 29. April 2018

[Bloggerbeitrag] 5 Buchschätze - Janna von KeJas-BlogBuch

5 Buchschätze - Janna von KeJas-BlogBuch

In diesem Monat stellt Janna von KeJas-BlogBuch ihre Buchschätze vor und nimmt uns u.a. mit in die Welt des Selfpublishing. Diese Bücher finden auf Blogs und im öffentlichen Raum noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass Janna ein paar echte Schätze für diese Beitragsreihe herausgesucht hat. Nun darf aber Janna selbst erzählen:


Zunächst lieben Dank Tamara, dass ich einen Platz auf deinem Blog erhalten darf! Aber ganz so einfach ist es nicht, was du dir dafür wünschst … 5 Bücher die etwas besonderes sind, für mich. Ich denke ich könnte weitaus mehr nennen und habe mich mal auf drei aktuelle und zwei ältere Bücher beschränkt. Ich hoffe ich kann den einen Leser oder die andere Leserin von dir auf eines der Bücher neugierig machen!



„Schneepoet“ von Nika Sachs

© Janna von KeJas-BlogBuch

Ich hatte begonnen dieses Buch zu lesen und wurde direkt gefangen genommen von Luc und seinem Leben, ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen! Es ist so schön fernab des Mainstreams, befasst sich mit echten Problemen. Die Geschichte hat eine Intensität, welcher ich mich kaum entziehen konnte. Leicht poetisch und doch so alltäglich, das Leben eben! Sich verlieren, sich ausprobieren, flüchten. All dies mit einer großen Portion Sex, Drogen und wunderbarem Humor! Diese Geschichte ist eine Auseinandersetzung mit dem Leben, schwer und doch mit einer angenehmen Leichtigkeit erzählt.

Ich liebe dieses Buch, den Beginn von Luc. Die Autorin befasst sich mit Themen und Problematiken die viele so oder so ähnlich verstehen, sich in die Gedanken der Protagonistin hinein fühlen können. Die Achterbahn des Lebens.



„Tulpologie“ von Magret Kindermann

© Janna von KeJas-BlogBuch

Die versteckte Schwere und leichte Melancholie in einer wunderbaren Leichtigkeit und zartem Witz sucht ihresgleichen. Ich bin fasziniert von der Kunst so viel Tiefe auf nicht mal 125 Seiten zu schaffen und sich dabei so wunderbar lesen zu lassen. Es ist der pure Genuss an Worten, anders kann ich es nicht formulieren.  Die Wahrheit ist tückisch, denn sie verbirgt sich hinter Floskeln und leeren Phrasen. Und manchmal weigert sie sich partout über die Lippen zu kommen, eine Lüge hingegen wartet nur darauf ausgesprochen zu werden. Und so ergeht es auch der Protagonistin Marlene. Anstatt den Schmerz zu äußern den ihr geliebter Blumenhändler in ihr ausgelöst hat, dessen Tränen er vielleicht nicht verstanden hätte, sagt sie etwas das jede Träne entschuldigt. Doch nicht nur Marlene versteckt sich hinter einer Lüge, auch ihr Blumenhändler Herr Huang behält gewisse Worte zurück.

Eine wundervoll einnehmende Novelle über die nicht gesagten Worte. Lyrisch verzaubert die Autorin und lässt die Tulpen flüstern.



„Das Flüstern der Pappeln“ von Julia von Rein-Hrubesch

© Janna von KeJas-BlogBuch

Ein fast poetischer Schreibstil, in den ich vollkommen abtauchte. Eine kleine Geschichte über das große Leben! Fortlaufen und zurückkommen. Sich verlieren und sich finden. Fragen die innerhalb der Geschichte auftauchen und wundervoll bedeutsam sind, tief. Und eine Autorin die es schaffte genau dies bei mir während des Lesens hervorzurufen, ihrer Geschichte Leben einzuhauchen. Ich erlebe, beobachte, empfinde – aber hat all dies einen Wert, wenn niemand an meiner Seite ist, mit dem ich dies teilen kann? Und doch geht es in diesem Buch nicht um eine Liebesbeziehung, sondern um die Leidenschaft. Den Lebensschmerz. Es geht um die Sehnsucht nach Erlebnissen und Gefühlen, nach Antworten. Doch wenn wir uns auf die Reise gemacht haben, gibt es manchmal kein zurück und wir erhalten eine Antwort die wir vielleicht nicht wollten. Oder uns die Augen öffnet.

Dieses Buch nahm mich bereits auf der ersten Seite aufgrund des wundervollen Schreibstils gefangen und die darauffolgende Geschichte ist einnehmend.


„Aufschrei“ von Trudi Chase

© Janna von KeJas-BlogBuch

Eine intensive Auto-Biographie in Romanform. Nicht Trudi berichtet von ihrem Leben, ihrem Trauma, sondern ihre verschiedenen Persönlichkeiten. In diesem Buch wird geschildert, warum sich verschiedene Persönlichkeiten entwickelt haben, wie ihr Innenleben funktioniert und aufgebaut ist. Diese ‚Erlebnisse‘ der Persönlichkeitsspaltung werden beschrieben ohne zu sehr ins Detail zu gehen und fordert die Leser*innen dennoch, da das was ihr angetan wurde keine weiteren Worte benötigt. Die Persönlichkeiten schildern ihren Leidensweg, die Therapie. Traumata die mich eingenommen haben und nach all den Dokumentationen und Büchern immer noch schockieren. Pflichtlektüre in der Psychologie und Pädagogik.



„Die Leben des Billy Milligan“ von Daniel Keyes

© Janna von KeJas-BlogBuch

Auch bei diesem Buch handelt es sich um eine Biographie, ein Mann mit über 20 Persönlichkeiten. Ein Mann der aufgrund verschiedener Straftaten verhaftet wird, sich jedoch mit einem anderen Namen vorstellt, sagt er sei nicht Billy. Eine einnehmende und fesselnde Geschichte, die mich nach Beginn des Lesens kaum noch losließ! 
DER Grundstein für mein großes Interesse an multipler Persönlichkeit & Schizophrenie! Vor unzähligen Jahren gelesen und es hat mich beeindruckt, eingenommen & sein Inhalt ist mir bis heute präsent! Daniel Keyes ist Science-Fiction Autor, vielleicht ist deshalb dieses Genre fälschlicherweise auf dem Cover gelandet … Billy bat Daniel seine Lebensgeschichte nieder zuschreiben, seine Biographie und dies ist dem Autor auf ganzer Linie gelungen. Ich kann nur sagen: wer sich auch nur im Ansatz  dafür interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen!


Janna, es war mir eine Freude deine Buchschätze hier zu veröffentlichen. Es sind wirklich tolle Bücher dabei und ich merke schon, mit dieser Beitragsreihe wird meine Wunschliste wachsen und wachsen.

Hier geht es zum Blog, auf dem Janna ihre Beiträge schreibt (KeJas-BlogBuch). Er ist immer wieder einen Besuch wert. Also schaut vorbei.
Übrigens schreibt sie dort gemeinsam mit Kerstin, die nächsten Monat ihre Buchschätze hier vorstellen wird.