Mittwoch, 27. Juni 2018

[Bloggerbeitrag] 5 Buchschätze - Yvonne von Buchbahnhof

5 Buchschätze - Yvonne von Buchbahnhof


Der Juni ist fast um und es ist wieder Zeit für die 5 Buchschätze meiner liebsten Buchblogger. Diesen Monat hat mir Yvonne von Buchbahnhof ihre liebsten Bücher geschickt und natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen und deshalb geht es jetzt schwups zu ihrem Beitrag:

Ich freue mich sehr, dass ich dir und deinen Lesern meine Buchschätze vorstellen darf. Die Bücher sind sehr unterschiedlichen Genres und Alters, aber sie alle haben eines gemeinsam: Sie bleiben in meinem Regal, da sie mich geprägt, berührt oder anderweitig bewegt haben. 


"Unsre Oma" von Ilse Kleberger

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Mein ältester Buchschatz ist „Unsre Oma“ von Ilse Kleberger. "Unsre Oma" und die Folgebände stehen bereits seit mehr als 30 Jahren in meinem Bücherregal. Erschienen ist das Buch erstmals 1964. Die Autorin ist leider inzwischen verstorben, aber ich hatte das große Glück, dass sie mein Exemplar im Jahr 2006 noch signiert hat.

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Was ich an Oma Pieselang schon als Kind mochte und auch heute noch mag ist, dass sie streng aber gerecht ist. Mit Oma können die Pieselangkinder jede Menge Spaß haben. Oma schnallt sich Bohnertücher unter die Füße um die gute Stube zu bonern, fährt im Pferdewagen mit den Kindern durch die Gegend, fährt Rollschuh und spielt Fußball. Aber Oma sorgt auch dafür, dass die Kinder gute Manieren lernen, dass sie ihre Mitmenschen gut behandeln und dafür einstehen, wenn sie Mist gebaut haben. Mich hat diese Mischung aus Strenge und Spaß immer fasziniert.


"Eine Frau erlebt die Polarnacht" von Christiane Ritter

Foto: Yvonne von Buchbahnhof


Mein nächstes Lieblingsbuch kenne ich seit rund 25 Jahren. Ich habe es von meiner Großtante als Jugendliche bekommen und es hat meine Liebe zu den skandinavischen Ländern geweckt. "Eine Frau erlebt die Polarnacht" von Christiane Ritter hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt. Dieser Mut, zu einer Zeit, in der es die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation nicht gab, für ein Jahr in die Abgeschiedenheit Spitzbergens zu gehen. Wahnsinn. Das Buch ist so wundervoll geschrieben, dass man den Sturm brausen hört und die Einsamkeit der Polarnacht spürt. Ein Buch, dass ich nur jedem ans Herz legen kann.

Ein Zitat:
“Ich bin allein im rasenden Trommelfeuer eines Orkans … Jedenfalls habe ich niemals etwas Ähnliches in Europa erlebt. Es klingt vom Inneren der Hütte aus, als führe man dauernd im Expresstempo über eiserne Brücken und durch brüllende Tunnels, die kein Ende nehmen … Neun Tage und neun Nächte rast der Sturm …” (S. 71)


Relativ jung sind meine nächsten 3 Buchschätze. Die Reihenfolge stellt keine Wertung dar.


"Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo

Foto: Dumont Verlag

"Der Club der Traumtänzer" von Andreas Izquierdo hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich fand es unglaublich berührend, wieviel Einfühlungsvermögen die Jugendlichen gegenseitig zeigen, obwohl man es nicht erwartet hat. Der Autor wartet mit einer wunderschönen Sprache auf und schafft es, dass seine Hauptfigur eine unglaubliche Entwicklung durchmacht. Das Buch hat mir sehr viel gegeben, da es zeigt, was man erreichen kann, wenn man bereit ist, sich auf das Leben einzulassen.


"Luzie & Leander" von Bettina Belitz

Foto: Loewe Verlag

"Luzie & Leander" von Bettina Belitz. Band 1 steht hier stellvertretend für die achtbändige Reihe. Hier hat es eine Autorin geschafft, ein Werk zu schreiben, dass einfach nur rund ist. Sie steigert ihre Geschichte in jedem einzelnen Band und findet rechtzeitig den Absprung. Eine Reihe, die mit Band 8 einen so runden Abschluss gefunden hat, dass ich einfach nur zufrieden zurückgelassen wurde. Es handelt sich hier natürlich um sehr seichte Unterhaltung, aber Luzie und Leander sind so wundervolle Protagonisten, dass ich sie einfach nur geliebt habe und diese Reihe jedem empfehle, der Wohlfühlbücher zum abschalten sucht.


"Sternenschimmer" von Kim Winter

Foto: Yvonne von Buchbahnhof

Last but not Least, eine etwas unbekanntere Trilogie. Leider! Sie hat es nicht verdient, so im Unbekannten zu sein. Auch hier steht "Sternenschimmer" stellvertretend für die Trilogie, da sie nur wenn man sie komplett liest rund ist. Mir hat gefallen, dass Kim Winter es am Beispiel von außerirdischen Wesen schafft, die derzeitigen Probleme der Welt aufzuzeigen. Dies tut sie so wenig mit erhobenem Zeigefinger, dass jeder Leser selbst entscheiden kann, als was er diese Trilogie liest. Man kann sie einfach nur als spannenden Abenteuerroman mit einer Liebesgeschichte wegschlürfen. Man kann sich aber auch darauf einlassen und die Geschichte tiefer auf sich wirken lassen. Dann erhält man ein durchaus gesellschaftskritisches Werk, dass trotzdem nichts von seiner Spannung und Romantik verliert. 


Liebe Yvonne, ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast und deine 5 Buchschätze vorgestellt hast. Es sind wirklich tolle Bücher dabei!

Hier geht es zum Blog von Yvonne: Buchbahnhof

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Mit dem Abschicken deines Kommentars akzeptierst du, dass der von dir geschriebene Kommentar und die personenbezogenen Daten, die damit verbunden sind (wie z.B. Username, E-Mailadresse, verknüpftes Profil auf Google/ Wordpress etc.) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhältst du in meiner Datenschutzerklärung
und in der Datenschutzerklärung von Google.

Und jetzt danke ich dir natürlich für deinen Kommentar und freue mich darauf.